Bei der Makuladegeneration handelt es sich um eine der häufigsten Ursachen für den Verlust der zentralen Sehschärfe im höheren Lebensalter.
Die Erkrankung beginnt meist schleichend und zunächst nur auf einem Auge. Die Betroffenen klagen zunächst über Verschwommen- und Verzerrtsehen. Bei Erkrankung beider Augen ist dann ein Lesen nicht mehr und Fernsehen nur noch eingeschränkt möglich, und Gesichter können nicht mehr erkannt werden. Die üblichen Lesehilfen wie Leselupen oder Spezialbrillen, aber auch Lesegeräte bieten nur eine geringe Hilfe.
Die Ursache der Erkrankung liegt in einer Schädigung der Makula, ein 3 bis 4 mm großer Bereich der Netzhaut, auch Stelle des schärfsten Sehens genannt. Die Erkrankung ist noch nicht vollständig erforscht. Vermutlich wird die unter der Makula gelegene Pigmentschicht im Laufe des Lebens durch Stoffwechselprodukte geschädigt. Als Folge dieser Schädigung bilden sich unter der Makula "Drusen" aus, das sind kleine, gelb-weiße runde Ablagerungen (trockene Form der Makuladegeneration).
Im weiteren Verlauf kommt es möglicherweise zu neuen, kleinsten Blutgefäßen und Blutgefäßwucherungen, aus denen es im späteren Verlauf zu Blutungen und einem Austritt von Flüssigkeit unter die Netzhaut kommt (feuchte Form der Makuladegeneration). Die Netzhaut wölbt sich hierdurch vor und lässt dann nur noch ein verschwommenes Sehen zu.
