Medizinische Schwerpunkte

Ohrchirurgie

Herr Prof. Dr. med. Milewski gilt als einer Hauptrepräsentanten der Würzburger Schule für Ohrchirurgie, die durch Prof. Wullstein in den 50er Jahren an der Universität Würzburg gegründet wurde. Die wesentlichen Impulse der Verwendung von patienteneigenem Knorpelgewebe in der Ohrchirurgie, die so genannte Inseltechnik, wurde von Prof. Milewski in der 80er Jahren dort entwickelt. Zu den weiteren Schwerpunkten gehören:

Tympanoplastik 

Bei chronischer Schleimhaut- oder Knocheneiterung des Mittelohrs. Je nach Ausdehnung werden Trommelfell (durch Ohrknorpel/Knorpelhaut) und Gehörknöchelchen (durch Knochen oder Titanprothesen) ersetzt.

Stapedotomie/Stapedektomie

Bei Otosklerose. Der Steigbügel wird durch eine Platinband-Teflonprothese ersetzt.

Ohrmißbildungsoperation

Kleine und große Ohrmißbildungen. Wiederherstellung eines schwingungsfähigen Schallleitungsapparates.

Otoplastik

Bei Abstehohr oder anderen angeborenen oder erworbenen Deformitäten des Außenohres wird die Außenohrkontur wiederhergestellt.

Gehörgangserweiterung

Bei häutigen oder knöchernen Gehörgangsverengungen oder Verschlüssen. 

Saccotomie

Bei Morbus Meniere, einer im Innenohr verursachten Attackenschwindelerkrankung. Der Sack der Innenohrflüssigkeit wird drainiert. (Siehe ECoG)

Cochlear Implant

Bei hochgradiger beidseitiger Innenohrschwerhörigkeit oder Ertaubung. Eine kleine Elektrode in der Gehörschnecke erzeugt Reize auf den Hörnerv. Mehr unter: Was ist ein Cochlear Implant?

Mittelohrimplantate

In besonderen Fällen der Schwerhörigkeit ersetzen sie das normale Hörgerät. 

Bone Anchored Hearing Aids (BAHA)

Bei intaktem Innenohr und irreparabel geschädigtem Mittelohr. 

Mastoidektomien

Bei Knochenentzündung des Mastoids helfen Antibiotika nicht mehr. Hier müssen die Mastoidzellen ausgeräumt werden. Sonst kann es zu otogenen Komplikationen (z. B. Hirnabszeß) kommen.

Neurektomie

Bei besonderen Formen von Tinnitus oder Schwindel. Der Gehör- oder Gleichgewichtsnerv werden im inneren Gehörgang selektiv durchtrennt.

 

Bei einigen Ohreingriffen ist die örtliche Betäubung zu empfehlen. Ihr Vorteil ist, dass der Patient bereits während der Operation dem Operateur mitteilen kann, ob er besser hört.

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