Tumoren und andere Erkrankungen der Schädelbasis können eine besondere Herausforderung darstellen, weil allein durch den Zugang zum erkrankten Gewebe unter Umständen gesundere Strukturen geschädigt werden müssen. In besonderer Weise haben hier die endoskopischen Verfahrensweisen an der Rhinobasis und das mikroskopische Vorgehen am Felsenbein Früchte getragen. Beide Verfahren werden an der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde routinemäßig durchgeführt und konzeptionell weiter entwickelt
Akustikusneurinom
Das Akustikusneurinom ist ein seltener gutartiger Tumor, der meist einseitig vom Gleichgewichtsnerv ausgeht. Typische Symptome sind Hörminderung, Tinnitus und selten Schwindel. Die Diagnose wird mit der Kernspintomographie (Bilder) gestellt. Die Therapie ist abhängig von der Größe, dem Grad der Schwerhörigkeit und dem Allgemeinzustand des Betroffenen. In den meisten Fällen ist die Therapie der Wahl die chirurgische Entfernung. Mit modernem Hirnnervenmonitoring wurde im Laufe der letzten 10 Jahre das Risiko einer Verletzung des Gesichtsnervs vermindert. Vorteil der Chirurgie liegt darin, daß der Tumor in über 95 % der Fälle komplett entfernt ist. Dies wird mit anderen Verfahren bis heute nicht erreicht.
In unserer Klinik werden Akustikusneurinome über zwei verschiedene Ohrzugänge oder gemeinsam mit der Klinik für Neurochirurgie über einen Zugang am Hinterkopf entfernt. Das komplette Hirnnervenmonitoring steht zur Verfügung.
Etwa acht Prozent aller intrakraniellen Tumore. Lage im inneren Gehörgang. Entfernung in Vollnarkose.
Glomus tympanojugulare
Tumoren Stark durchbluteter Tumor. Entfernung durch seitlichen Halszugang und Mastoidektomie, Kleine Tumoren über tympanalen Zugang.
Rhinobasistumoren
Benigne, maligne Tumoren. Endonasale Entfernung oder über alle offenen Zugänge (z. B. Bügelschnitt).
Rhinoliquorrhoe
Endonasal endoskopischer Liquorfistelverschluß
Neurektomie
Bei besonderen Formen von Tinnitus oder Schwindel. Der Gehör- oder Gleichgewichtsnerv werden im inneren Gehörgang selektiv durchtrennt.
