Damit Herzpatienten im Notfall ohne Umwege gezielt durch Spezialisten versorgt werden können, hat das Klinikum Frankfurt Höchst bereits im Jahr 2007 eine spezielle Einheit direkt in der Zentralen Notaufnahme eingerichtet: die Brustschmerz-Einheit (Chest Pain Unit, kurz: CPU). Als eine von bisher nur 20 Einrichtungen dieser Art in Deutschland wurde sie im Sommer 2009 durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) zertifiziert.
Damit bestätigte die DGK, dass die CPU des Klinikums Frankfurt Höchst die äußerst anspruchsvollen Qualitätskriterien dieser Fachgesellschaft erfüllt. Ziel einer Brustschmerz-Einheit ist, einen neu aufgetretenen oder akuten Brustschmerz rasch und zielgerichtet abzuklären, um einen drohenden oder bereits eingetretenen Herzinfarkt zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen und zu behandeln.
In der Chest Pain Unit der Klinikum Frankfurt Höchst GmbH werden pro Jahr ca. 1.800 Patientinnen und Patienten mit akutem Brustschmerz betreut, in 400 Fällen wurde die Diagnose Herzinfarkt bestätigt. In 300 dieser Fälle erfolgte eine Akutintervention mit PTCA/Stent, u.a. kombiniert mit einer Thrombektomie, einer Blutgerinnselentfernung mit Hilfe eines Spezialkatheters. Die überwiegende Zahl der übrigen Patienten werden in Abhängigkeit weiterer Umstände wie etwa schwere Begleiterkrankungen, Alter oder der erhobene Befund erfordert noch keine Intervention, einer konservativen Therapie zugeführt. Bei einem kleinen Anteil wird auch eine Bypass-OP-Indikation gestellt.
Durch die Klinik für Innere Medizin 1, zu der die Brustschmerz-Einheit gehört, erfolgen pro Jahr 1.500 Koronarangiographien sowie 450 Interventionen an den Herzkranzgefäßen. Der Brustschmerz-Einheit angeschlossen ist ein Kardiologisches Studienzentrum unter Leitung von OA Dr. med. Christoph Kadel für Studien mit neuen und innovativen Medikamenten, insbesondere im Rahmen akuter Herzinfarkte.

Seit 2009 zertifiziert

