Die MR-Mammographie (kernspintomographische Untersuchung der Brustdrüse) ist eine Ergänzung zu den üblichen Untersuchungsverfahren wie Röntgen-Mammographie und Ultraschall. Sie kann diese Verfahren nicht ersetzen, sondern wird zur Abklärung unklarer Befunde in den anderen Verfahren oder bei einer Hochrisiko-Konstellation (gehäuftes Auftreten von familiärem Brust- und/oder Eierstockkrebs; eigene Risikofaktoren) eingesetzt.
In der Kernspintomographie wird die Brust in einem starken Magnetfeld untersucht. Durch den hohen Gewebekontrast in der MRT und die Darstellung und Messung der Gewebedurchblutung durch intravenöse Gabe eines sehr gut verträglichen Kontrastmittels ist es in vielen Fällen möglich, Veränderungen überhaupt erst zu erkennen oder noch genauer zu charakterisieren.
Bei der MR-Mammographie wird ein Kontrastmittel während der Untersuchung intravenös gespritzt. Das Kontrastmittel dient dazu, eventuell vorhandene Tumore durch ihre höhere Durchblutung und die damit verbundene stärkere Kontrastmittelaufnahme gegenüber dem normalen Brustdrüsengewebe besser abgrenzen zu können.
MR-gesteuerte Vakuumbiopsie
Jede Kernspintomographie der Brust wird von Prof. Dr. Müller-Schimpfle, einem national wie international anerkannten Experten auf dem Gebiet der Brustkrebsdiagnostik, beurteilt. Voraufnahmen wie Mammographie oder Ultraschall sollten Sie zu Ihrem Termin mitbringen, damit die Aussagen aus diesen Aufnahmen mit in die Befundung eingehen können.
Minimal invasive Abklärungsdiagnostik
In den Fällen, wo ein Herdbefund in der Mammographie oder im Ultraschall erkannt wird, kann eine entsprechende Nadel-Biopsie auf Überweisung durch den Frauenarzt bei Prof. Müller-Schimpfle in dessen Sprechstunde durchgeführt werden.
In manchen Fällen ist eine verdächtige Veränderung der Brust weder zu tasten, noch in Mammographie oder Sonographie sicher zu beurteilen. Wenn diese Veränderung in der Kernspintomographie zu sehen ist, ist es dennoch möglich sie genauer zu untersuchen. Dazu kann kernspintomographisch entweder eine Gewebeprobe mit einer Nadel entnommen werden oder die Veränderung markiert und dann anschließend mit einer offenen Biopsie entnommen werden.
Die MRT-gesteuerte Markierung und insbesondere die MRT-gesteuerte Biopsie sind derzeit leider keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. Daher sind entweder eine Anforderung Ihres behandelnden Krankenhauses oder eine Kostenübername-Erklärung von Ihnen oder Ihrer Krankenkasse vorzulegen. Die Kosten liegen für eine MR-gesteuerte Markierung bei etwa 1200 Euro, für eine MR-gesteuerte Vakuumbiopsie bei etwa 1500 Euro.
Nadelbiopsien
Nach einer örtlichen Betäubung werden Zellen aus dem verdächtigen Gewebe entnommen und anschließend von einem Pathologen aus unserem Hause unter dem Mikroskop beurteilt. Wir können die Gewebeentnahmen mit allen bildgebenden Verfahren (Mammographie, Ultraschall, MR-Tomographie) gesteuert und mit allen Nadeltypen (Feinnadel, Stanznadel, Vakuumbiopsie-Nadel) normalerweise in angenehmer liegender Position und ohne wesentliche Schmerzen durchführen.

MRT-Darstellung der weiblichen Brust

Biopsie zur Gewebeentnahme
