17.02.2017, Frankfurt am Main

Keine Keime: Informationskampagne zur Klinik-Hygiene

Mit Slogans wie „Gründliches Händewäschen rettet Leben“ oder „Ein freundliches Lächeln ist mehr als ein Handschlag“ möchte das Klinikum Frankfurt Höchst Patienten und Besucher auf die alltäglichen Gefahren von Keimen und Infektionen in Krankenhäusern hinweisen. Die neue Hygiene-Kampagne „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger“ wird unterstützt von der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Sozialministerium. Mit einer Informations-Vitrine im Hauptgebäude (Gebäude A, EG) sowie farbenfrohen Plakaten und Roll-ups auf dem Klinikgelände soll auf die Bedeutung resistenter Keime, ihre Herkunft, Entwicklung sowie Gefahren aufmerksam gemacht, aber auch über vorbeugende Hygiene-Maßnahmen informiert werden.

Keime sind etwas ganz Natürliches, es gibt sie in jedem menschlichen Körper. Sie leben auf unserer Haut, auf Schleimhäuten und im Darm. Die normale „Keimflora“ stärkt das Immunsystem und verhindert Krankheiten. Gleichzeitig können Keime aber auch Schaden anrichten, beispielweise wenn sie in eine Wunde gelangen und so eine Infektion auslösen. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen dabei insbesondere die sogenannten multiresistenten Erreger. Ein bekannter resistenter Keim, der vor allem in Krankenhäusern gefürchtet wird, ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (kurz MRSA). Lösen diese oder andere resistente Keime eine Infektion aus, kann eine Behandlung erschwert sein.

Damit resistente Keime keine geschwächten Patienten infizieren, gibt es in Krankenhäusern strenge Hygienestandards, deren Einhaltung von speziell ausgebildeten Hygienefachkräften überprüft werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei u.a. die Händedhygiene vom medizinischen Personal, aber auch Besuchern. Eine korrekte Händedesinfektion ist der beste Schutz vor der Übertragung bzw. Weiterverbreitung von Keimen – für sich selbst und auch für andere. Die höchste Gesundheitsbehörde in Deutschland – das Robert-Koch-Institut (RKI) –gibt regelmäßig Empfehlungen der „Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO)“ heraus, nach denen sich das Klinikum Frankfurt Höchst richtet.

Bereits seit 2013 wurde dem Klinikum Frankfurt Höchst regelmäßig das Gütesiegel des „MRE-Netz Rhein-Main“ verliehen. Das Netzwerk, zu dessen Gründungsmitgliedern auch das Klinikum Frankfurt Höchst zählt, wurde 2010 ins Leben gerufen, um vorhandene Kompetenzen bei der Behandlung von Patienten mit multiresistenten Erregern (kurz MRE) zu bündeln und deren Verbreitung entgegenzuwirken. Das Gütesiegel bestätigt dem Klinikum u.a. die sachgerechte Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen und die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter. Ziel ist es, dass alle Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflege- und Altenheime, ambulante Pflegedienste, Rettungsdienste und Krankenkassen die gleiche Information haben und die Patienten entsprechend gleich versorgt werden können. Betroffene Patienten und Angehörige können sich u.a. an das Beratungstelefon (069 21248884) des Netzwerks im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main wenden und sich zusätzlich beraten lassen. 

Über das MRE-Netz Rhein-Main
Im „MRE-Netz Rhein-Main“ haben sich die Gesundheitsämter Frankfurt am Main, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie der Landkreise Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Offenbach Land und Wetteraukreis sowie Main-Kinzig-Kreis und Hochtaunus-Kreis zusammengeschlossen. Alle Akteure aus stationärer und ambulanter Medizin und Pflege sind zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Ziele des Netzwerks, sind u.a. die Verminderung der Rate der Entstehung und Verbreitung der multiresistenten Erreger (MRE) in der Region, die Verbesserung der Behandlung und die Rehabilitation der MRE-besiedelten oder -infizierten Patienten sowie einer Stigmatisierung dieser Patienten entgegen zu wirken.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein Ersatzneubau wird bis 2019 errichtet. 


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