Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Ellen Flocke, Fachkinderkrankenschwester

Was sie später einmal werden wollte, das wusste Ellen Flocke als junges Mädchen nicht so recht. Bis sie auf ihre Cousine traf, die begeisternd von ihren Aufgaben als Kinderkrankenschwester berichtete. So bewarb sie sich um einen Ausbildungsplatz an der Schule für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege am Klinikum in Höchst, wo 1993 der Grundstein für ihr späteres Berufsleben gelegt wurde. Seitdem ist sie auch auf der Station B32, der Intensivstation für Kinder und Neugeborene am Klinikum Frankfurt Höchst, tätig. Mit einer kleinen Unterbrechung, in der sie als Tauchlehrerin in warmen Meeren arbeitete. Seit 2003 ist Ellen Flocke wieder zurück auf der Station, auch sehr zur Freude ihres Teams, in dem noch viele anvertraute Gesichter tätig sind. „Der eigentliche Grund, warum ich wieder zurück in den Beruf kam, war die vom Klinikum in Aussicht gestellte Fachweiterbildung Intensivpflege“, verrät Ellen Flocke, die sie dann mit großem Erfolg absolvierte. „Das schönste ist die Arbeit mit den Kindern“, erzählt die Kinderkrankenschwester. Mal stehen eher die kleinen und frühgeborenen Kinder, die beatmet werden müssen, im Mittelpunkt der Versorgung inklusive der Betreuung der Eltern. Mal sind es die Teenager, die nach großen chirurgischen Eingriffen oder Unfällen einer Intensivüberwachung bedürfen. „Das Schönste ist, wenn das Kind, das ursprünglich eine schlechte Prognose hatte, uns nach einem Jahr auf der Station besucht, lachend, laufend, einfach gesund“, erzählt Ellen Flocke. „Manche Kinder begleiten uns nach ihrer Genesung noch jahrelang mit ihren Eltern, kommen uns regelmäßig besuchen. Da entstehen enge Bindungen über viele Jahre.“ Schließlich wollen diese denen danken, die die Erstversorgung ihrer früh- oder neugeborenen Kinder im Kreißsaal so erfolgreich übernommen haben oder die Kindern nach Unfällen oder schweren Operationen wieder ins Leben zurück geführt haben.

Wenn sie ihren Dienst auf der Station antritt, je nach Schicht morgens, nachmittags oder abends, gilt es zunächst, sich einen Überblick über die Station zu verschaffen und die Daten einzelner Patienten genau erklären zu lassen vom Dienst zuvor. Dazu gehört die Bettplatzkontrolle genau so wie die Kontrolle aller Werte am Monitor. Je nach Diagnose sind die kleinen Patienten zu füttern, zu wickeln und entsprechend zu lagern. „Hier beziehen wir die Eltern so weit es geht mit ein, egal ob sie große oder kleine Kinder bei uns haben“, schildert Ellen Flocke ihren Tagesablauf.

„Überhaupt geht es recht familiär zu bei uns im Klinikum, trotz der Größe“, unterstreicht die Kinderkrankenschwester. „Wir sind ein gewachsenes Team auf unserer Station. Gehen alle sehr respektvoll miteinander um, egal ob Arzt, Schwester oder Putzpersonal. Wir können streiten und uns den Arm nehmen.“ Auch wenn die Arbeit mitunter sehr stressig sein kann, sie würde ihren Beruf jederzeit wieder wählen. Aufs Tauchen muss Ellen Flocke indes dennoch nicht ganz verzichten. Ihre Freizeit gehört dem Sport, Laufen, Tauchen, aber auch Lesen.

Fachkinderkrankenschwester Ellen Flocke der Kinderintensivstation B32

Ellen Flocke, Fachkinderkrankenschwester Kinderintensivstation B32

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