Im Jahr 2008 wurde ein wichtiges Element des Qualitätsmanagements im Klinikum Frankfurt Höchst eingeführt: der KVP-Workshop. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist ein klassischer Bestandteil des industriellen Qualitätsmanagements und unterliegt strengen Regeln. Ein von den Mitarbeitern einer Abteilung vorgeschlagenes Thema wird nach bestimmten strukturellen Kriterien innerhalb einer bestimmten Zeit bearbeitet und umgesetzt.
Das Klinikum hatte es sich zum Ziel gesetzt, diesen Prozess an die Bedürfnisse eines Krankenhauses anzupassen - mit Erfolg. Der KVP-Workshop wird klinik-, bzw. abteilungsweise durchgeführt. Von freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Abteilung wird innerhalb einer Woche ein von der Leitung genanntes Thema bearbeitet. Dabei werden der bestehende Prozess beschrieben, Verbesserungsvorschläge aus der Abteilung eingebracht, die Abläufe beobachtet und analysiert. Verbesserungsvorschläge werden anschließend erarbeitet, allen Mitarbeitern und der Betriebsleitung vorgestellt, in einer 14-tägigen Testphase überprüft und anschließend beschlossen. Ziel ist es, dass alle Abteilungen des Klinikums einmal im Jahr an einem KVP-Workshop teilnehmen.
Was kann KVP leisten?
Mit KVP können Ressourcenverschwendung und Synergien entdeckt, Arbeitsabläufe und Prozesse optimiert und die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten, aber auch der Beschäftigten verbessert werden. Zudem werden Kreativität und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ein Ideenmanagement geweckt. Letztlich trägt KVP dazu bei, dass die Teamarbeit und damit auch die Unternehmenskultur verbessert werden.
