Notfall

Chest Pain Unit - CPU

Brustschmerzeinheit zertifiziert Damit Herzpatienten im Notfall ohne Umwege versorgt werden können, hatte das Klinikum Frankfurt Höchst vor zwei Jahren eine spezielle Einheit direkt in der Zentralen Notaufnahme eingerichtet – die Brustschmerzeinheit (Chest Pain Unit, kurz: CPU).

Als eine von 20 Einrichtungen dieser Art in Deutschland wurde sie im Jahr 2009 durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) zertifiziert. Ziel einer Brustschmerzeinheit ist, einen neu aufgetretenen oder akuten Brustschmerz rasch und zielgerichtet abzuklären. Organisatorisch ist die Chest Pain Unit der Internistischen Notaufnahme zugeordnet, so dass eine nahtlose Integration in die Notfallversorgung der Region besteht.

In der Chest Pain Unit am Klinikum Frankfurt Höchst werden pro Jahr ca.1.800 Patientinnen und Patienten mit akutem Brustschmerz betreut, in 400 Fällen wurde die Diagnose Herzinfarkt bestätigt. In 300 dieser Fälle erfolgte eine Akutintervention mit PTCA/Stent, u.a. kombiniert mit einer Thrombektomie, einer Blutgerinnselentfernung mit Hilfe eines Spezialkatheters. Die überwiegende Zahl der übrigen Patienten werden in Abhängigkeit weiterer Umstände wie etwa schwere Begleiterkrankungen, Alter oder der erhobene Befund erfordert noch keine Intervention, einer konservativen Therapie zugeführt. Bei einem kleinen Anteil wird auch eine Bypass-OP-Indikation gestellt. Durch die Klinik für Innere Medizin 1, zu der die Brustschmerzeinheit gehört, erfolgen pro Jahr 1.500 Koronarangiographien sowie 450 Interventionen an den Herzkranzgefäßen. Der Brustschmerzeinheit angeschlossen ist ein Kardiologisches Studienzentrum unter Leitung von Dr. med. Christoph Kadel, ltd. Oberarzt der Klinik für Innere Medizin 1 Kardiologie, für Studien mit neuen und innovativen Medikamenten, insbesondere im Rahmen akuter Herzinfarkte.

© Klinikum Frankfurt HoechstImpressum. Datenschutz.