Leberzentrum

Untersuchungen

Um Tumore nachweisen zu können, stehen verschiedene bildgebende Verfahren im Klinikum Frankfurt Höchst zur Verfügung.

Sonographie (Ultraschall)
Die Abdomensonographie ist die einfachste und häufigste Untersuchung, um die Strukturen im Bauchraum sehen zu können. Hierbei werden mit dem Ultraschallkopf über die Bauchdecke Schallwellen ausgesendet, welche von verschiedenen Grenzflächen im Körper reflektiert und zum Schallkopf zurück gesendet werden. Die daraus entstehenden Bilder zeigen die Organe des Bauchraumes und können Erkrankungen und Tumore aufzeigen.

Endosonographie
Die sonographische Untersuchung ist auch gekoppelt an ein Endoskopiegerät möglich. Hierbei wird ein Endoskop durch Mund, Rachen und Speiseröhre in den Bauchraum, in den Magen und den Zwölffingerdarm eingeführt, welches an seiner Spitze ein Miniaturultraschallgerät hat. Durch die so erreichte unmittelbare Nähe des Schallkopfes zur Bauchspeicheldrüse, kann das Gewebe mit sehr viel höherer Auflösung gesehen werden. Zudem sind mit dem Ultraschallendoskop auch Probenentnahmen über eine feine Nadel möglich. Diese Untersuchung ist für den Patienten nicht belastender als eine
Magenspiegelung.

Computertomographie (CT)
Bei der Computertomographie werden Röntgenstrahlen durch den Körper gesandt und auf der Gegenseite von Sensoren aufgenommen. Durch die Drehung des Bildes bzw. durch die Generierung einer rasch durchgeführten Spirale sowie mit Hilfe von Kontrastmittel, lässt sich eine sehr genaue Darstellung des Bauchraumes erreichen. Die Verarbeitung des sog. Datensatzes mit dem Computer lässt verschiedene Blickwinkel in den Körper werfen.

Kernspintomographie (MRT)
Bei der Kernspintomographie werden prinzipiell ähnliche Bilder wie bei der CT gewonnen, allerdings werden hierbei nicht Röntgenstrahlen durch den Körper gesandt, sondern durch Einwirkung von Magnetfeldern Bilder gewonnen, die durch eine etwas andere Sichtweise als das CT zusätzliche Informationen liefern. Die Kernspintomographie hat keine Röntgenstrahlenbelastung, allerdings können Metallimplantate wie Herzschrittmacher die Untersuchung verhindern. Zudem ist die Dauer länger als in der Computertomographie und das Liegen in der geschlossenen Röhre für manche Patienten unangenehm.

Endoskopisch retrograde Cholangiopancreticographie (ERCP)
Die ERCP wird über ein Endoskop (ähnlich einem Magenspiegel) durchgeführt. Nach Darstellung der Einmündungsstelle von Gallengang und Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingerdarm werden diese mit einem Katheter sondiert und darüber Kontrastmittel gespritzt, welches eine sehr genaue Darstellung der Gänge ermöglicht. Hiermit sind auch Eingriffe, wie die Entfernung von Gallensteinen aus dem Gallengang oder der Papille,
Laserbehandlungen sowie die Einlage eines Stents möglich.

Tumormarker
Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs wie auch bei anderen Krebserkrankungen werden Tumormarker bestimmt. Diese sind bei der Bauchspeicheldrüsenentzündung vor allen Dingen das CEA und das CA 19-9. Die Aussagekraft dieser Tumormarker ist allerdings nur begrenzt, sie können einen Tumor weder ausschließen noch beweisen. Ein Anstieg der Tumormarker im Verlauf ist allerdings verdächtig auf eine Erkrankung und sollte zu weiteren Untersuchungen Anlass geben

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