Besondere medizinische Behandlungsverfahren

Medizinisch-technische Ausstattung

Das Bild zeigt einen kleinen Patienten bei einer Hörgeräteprüfung

- Audiometrie - Elektromyographie - Allergietest

Audiometrie

In zwei Schallgeschützten Kabinen stehen Audiometer zur Verfügung. Neben der Routinediagnostik für Kinder und Erwachsene, wie Tonaudiogramme und Sprachaudiogramme, werden Hörgeräteprüfungen durchgeführt. Hörteste vor und nach gehörverbessernden Operationen oder während der Behandlung von Hörsturz oder Ohrrauschen (Tinnitus) finden täglich statt.

Bei akuten Hörstörungen sollten Sie sich unbedingt in den ersten 48 Stunden nach dem Auftreten in HNO-ärztliche Behandlung begeben. Die Hörtestung vor Ihrem Computer, die gelegentlich angeboten wird, bietet keinen Ersatz für eine Hörprüfung bei Ihrem HNO-Arzt.

Zur objektiven Hördiagnostik stehen sogenannte BERA, OAE und ECoG zur Verfügung.

Mit der BERA werden schmerzfrei über Elektroden Hirnströme abgeleitet und gleichzeitig Geräusche über einen Kopfhörer angeboten. Ein spezieller Kurvenverlauf in Aufzeichnungen gibt Hinweise auf Störungen in der Hörbahn. Vor allem in der Diagnostik des Akustikusneurinoms ist die BERA von wesentlicher Bedeutung.

Die ECoG ist eine Messung, bei der eine feine Nadel nach Betäubung durch das Trommelfell geführt wird und frühe Potentiale aus der Hörbahn abgeleitet werden. Besonders in der Diagnostik der Meniereschen Erkrankung ist es wegweisend.

Elektromyographie

Mit der Elektromyographie (EMG) werden aus dem Muskel Potentiale abgeleitet, die Auskunft über den versorgenden Nerven oder Muskel geben. Unserer Klinik steht ein Elektromyograph zur Verfügung, mit dem die gesamte Palette elektromyographischer Untersuchungen durchgeführt werden kann.

Im Wesentlichen wird die Elektromyographie zur Funktionsdiagnostik bei Gesichtsnerv- und Stimmbandlähmung benutzt. Bei Funktionsstörungen anderer Kopfmuskel und vor allem bei der Behandlung mit Botulinumtoxin wird die EMG genutzt.

Allergietest

Der in der HNO am häufigsten eingesetzte Allergietest ist der sogenannte Pricktest. Die intradermale Applikation eines Antigens ruft die Typ-1-Reaktion mit Rötung und Schwellung, Ausschüttung präformierter Mediatoren, erhöhter Gefäßpermeabilität, Juckreiz und lokalem Ödem hervor. Der Test wird folgendermaßen durchgeführt: Die Vorderseite des Unterarms wird mit alkoholischer Lösung gereinigt. Jeweils ein Tropfen des in physiologischer Lösung aufgefangenen, hochgereinigten Allergens wird im Abstand von 3-5 cm auf die Haut aufgetragen. Mit einer kleinen Lanzette wird die Integrität der oberflächlichen Hautschichten aufgehoben (sogenanntes Pricken), ohne dass es zur Blutung kommt. Als Kontrollsubstanz wird das reine Lösungsmittel, und als Maximalreagenz eine Histaminlösung separat aufgetragen. Ferner wird an einer Stelle ohne jegliche Lösung geprickt.

Wenige Minuten nach Applikation des Allergens kommt es auf der Haut zur Ausbildung einer Quaddel und eines angrenzenden Erythems. Nach ca. 20-30 Minuten erreicht die Reaktion ihren Höhepunkt und klingt 1-2- Stunden später ohne folgenden Gewebsschaden wieder ab. Histologisch entspricht die Reaktion einer Hyperämie der Gefäße mit Dilatation und eine Permeabilitätsstörung, die zur Ödembildung führt. Die spezifische Hautreaktion wird 20 Minuten nach Auftragen der Testlösungen mit der Reaktion der Kontrolllösung und Histaminlösung verglichen. Als Hautreaktion wird ein um die Prickstelle aufgetretenes Erythem, ein Ödem und eine prominente Papel bewertet. Die Kontrolllösung darf keine Hautreaktion hervorrufen und wird dann als Grad 0 beurteilt. Fast immer zeigt die Haut auf Histaminlösung einen geröteten Hof mit Ödem und einer weißlichen Papel, die typischerweise podophytische Ausläufer besitzt, die am besten mit einem Glasspatel und leichtem Druck festgestellt werden. Diese Reaktion wird mit drei Kreuzchen auf dem Allergiebogen versehen und entspricht dem Grad.

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