Besondere Behandlungsverfahren

ALA-Fluoreszenz-Mikrochirurgie

Hierbei handelt es sich um eine Ergänzung der Mikrochirurgie, für die eine besondere apparative Ausstattung und eine besondere Zulassung erforderlich ist, die die Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst besitzt.

Das Verfahren ermöglicht die intraoperative Sichtbarmachung eines Tumors im Fluoreszenzlicht. Der Tumor wird durch einen Fluroreszenzfarbstoff angefärbt, den der Patient ca. 3-4 Stunden vor der Operation in Form einer Tablette zu sich nimmt. Das Verfahren ist für bösartige Hirntumoren, insbesondere Glioblastome und maligne Astrozytome geeignet. Gerade bei diesen Tumoren kommt es auf die möglichst radikale und gleichzeitig schonende Entfernung an, da die Radikalität der Entfernung und der postoperative gute allgemeine Gesundheitszustand ( d. h. möglichst keine Ausfälle) den größten positiven Einfluss auf die Länge der Überlebenszeit haben. Man kann also nicht einfach radikal operieren indem man zum eigentlichen Tumor noch ein, zwei oder sogar mehrer Zentimeter Gewebe als Sicherheitsabstand mit wegnimmt, wie es bei anderen Organsystemen oft möglich ist, weil jeder Zentimeter Hirngewebe wichtig ist und es sonst zu Ausfällen beim Patienten kommen würde. Durch die ALA-Methode kann man sowohl radikal als auch schonend operieren, weil man im kritischen Grenzgebiet nur den sicher angefärbten fluoreszierenden Tumor entfernt und nicht das umliegende gesunde Hirngewebe mit entfernt oder schädigt. In Kombination mit der Neuronavigation bietet dieses Verfahren den zur Zeit besten Sicherheitsstandard für die Operation von bösartigen Hirntumoren.

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