Besondere Behandlungsverfahren

Endoskopische Operationen

Endoskopische Operationen (Neuroendoskopie) werden sowohl in der Hirnchirurgie als auch in der Wirbelsäulenchirurgie (endoskopische Bandscheibenchirurgie) eingesetzt.

In der Hirnchirurgie wird die Neuroendoskopie besonders bei Erkrankungen der Hirnkammern (Ventrikel) eingesetzt. Tumoren und Zysten können oftmals endoskopisch aus den Ventrikeln entfernt werden. Der Schädel muss dafür nur durch ein kleines Bohrloch eröffnet werden, durch das das Endoskop mit ca. 6mm Außendurchmesser hindurchpasst.

In der Wirbelsäulenchirurgie findet die Methode besonders bei der endoskopischen Bandscheibenchirurgie Anwendung. In einem Teil der Bandscheibenvorfälle ist es möglich endoskopisch mit einem dünnen Rohr (Endoskop) in örtlicher Betäubung von der Seite durch ein Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) in den Spinalkanal einzugehen und den Bandscheibenvorfall zu entfernen. Von diesen Zwischenwirbellöchern (Foramina intervertebralia) gibt es auf jeder Seite zwischen zwei benachbarten Wirbeln je eines. So kann theoretisch eine relativ großes Spektrum an Banscheibenvorfällen erreicht werden. Dennoch ist diese Methode nicht für jeden Bandscheibenvorfall geeignet. Es gibt auch Grenzfälle, in denen man die Methode anwendet, aber sich zeigt, dass doch eine offene Operation notwendig wird. Wenn der Patient nach der Endoskopie nicht noch im Operationssaal eine komplette Schmerzfreiheit hinsichtlich seiner Bandscheibenschmerzen angibt, ist es immer möglich und auch sinnvoll direkt im Anschluss eine Narkose einzuleiten und eine mikrochirurgische Operation anzuschließen.  

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