Besondere Behandlungsverfahren

Neuronavigation

Die Klinik für Neurochirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst war Anfang 1995 eine der ersten Kliniken Deutschlands, die die Neuronavigation als Routineverfahren einsetzte.

Das Prinzip besteht ähnlich wie bei der Navigation im Auto darin, dass von außen mit Kameras (entsprechend den Satelliten beim Auto) die Instrumente des Operateurs überwacht werden.  Die Landkarte der Neuronavigation sind die Daten der Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT). Bei manchen Paienten werden beide Diagnostikverfahren eingelesen und softwaremäßig fusioniert, was oft noch differenziertere Darstellungsmöglichkeiten bietet.

Technisch funktioniert das so: Nach der Lagerung des Patienten mit besonderer Berücksichtigung seines Kopfes werden die Daten so abgeglichen, dass die Workstation im OP in Zusammenarbeit mit den Spezialkameras genau weiß, wo im Raum welcher anatomische Teil des Kopfes des Patienten ist. Dieser Abgleich erfolgt dadurch, dass der Kopf des Patienten mit einem für die Kameras sichtbaren reflektierenden Stift abgetastet wird. Anhand von markanten Punkten oder aufgeklebten Markern erkennt die Workstation den Kopf gleichsam wieder und weiß in welcher Position er gelagert ist. Damit weiß sie auf den Millimeter genau, an welchem Punkt sich welcher Teil des Gehirns befindet. Während der Operation kann der Operateur mit entsprechenden reflektierenden Instrumenten die Position im Gehirn wie auf einer Landkarte auf dem Monitor sehen. Eine dreidimensionale Aufbereitung der Daten erlaubt dem Erfahrenen, auch anatomisch sehr schwierige Krankheitsherde, schonend auf den anatomisch am besten geeigneten Zugangswegen aufzusuchen.
Die Methode erlaubt es, Schädelöffnungen gering zu halten. Krebsabsiedlungen (Metastasen, Hirnmetastasen) von Krebserkrankungen anderer Organe können in den meisten Fällen durch eine nur 12 mm große Schädelöffnung operiert werden.    

Die Klinik für Neurochirurgie hat durch die frühe Einführung dieser innovativen Technik bereits eine 15-jährige Erfahrung. Die Zahl der damit operierten Patienten geht in die Tausende.

Bildausschnitt eines Navimonitors
Bildausschnitt einer OP
Bildausschnitt einer OP
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