Medizinische Schwerpunkte

Erkrankungen von Schädel und Gehirn

Erkrankungen

  • Tumoren des Schädelinneren (intracranielle Tumoren): Hirntumoren, Gliome, Glioblastome, Astrozytome, Oligodendrogliome, Ependymome, Pinealistumoren, Medulloblastome, dysembryonale neuroepitheliale Tumoren DNET, Meningeome, Plexuspapillome, Schädelbasistumoren, Akustikusneurinome, Hirnmetastasen
  • Vaskuläre Erkrankungen (Aneurysmen, Arteriovenöse Missbildungen, Aneurysmablutung, Subarachnoidalblutung SAB)
  • Hirnblutungen, sowohl unfallbedingt (subdurales Hämatom, epidurales Hämatom, intracerebrales Hämatom)  als auch spontan (u.a. hochdruckbedingte Hirnblutung bzw. hypertone Massenblutung, intracerebrales Hämatom, Aneurysmablutung, Subarachnoidalblutung)
  • Schädelhirnverletzungen
  • Hydrozephalus


Methoden

  • Mikrochirurgie    
  • Neuronavigation (bereits seit 1995 als eine der ersten Kliniken Deutschlands)
  • Stereotaxie
  • Fluoreszenzmikroskopische Mikrochirurgie (ALA-Technik bei malignen Gliomen)
  • intraoperatives MRT
  • Laserchirurgie
  • Endoskopie
  • Intraoperatives Monitoring


Einen Hauptschwerpunkt der Klinik für Neurochirurgie bildet die Schädel-Hirnchirurgie, hier besonders die Hirnchirurgie. Es gibt viele Erkrankungen des Gehirns und des Schädels, die operativ behandelt werden müssen. Alle diese Erkrankungen werden in der Klinik für Neurochirurgie behandelt. Es handelt sich um Hirntumoren, Hirnmetastasen (Krebsabsiedlungen von Krebserkrankungen anderer Organe im Gehirn), Hirnblutungen, Hirngefäßerkrankungen wie Aneurysmen oder arteriovenösen Missbildungen, Fehlbildungen oder Unfallfolgen. Dabei muss fast immer der Schädel eröffnet werden. Dank moderner innovativer Techniken wie Mikrochirurgie und Neuronavigation können aber die Öffnungen sehr oft klein gehalten werden. Bei sehr kleinen Zugängen spricht man von minimal-invasiver Chirurgie, sogenannter Schlüssellochchirurgie oder englisch: Key hole surgery. Dies ist vor allem durch die Neuronavigation möglich. Die innovative Technik der Neuronavigation wurde in unserer Klinik bereits mit Prototypen getestet, bevor wir im Jahre 1995 als eine der ersten Kliniken Deutschlands eine voll funktionsfähige Neuronavigation implementierten. Die Neuronavigation basiert darauf, dass die MRT- oder CT-Daten des Patienten in eine spezielle Workstation eingelesen werden, die über mehrere Infrarotkameras mittels reflektierender Marker die Position des Patienten sowie der Operationsinstrumente überwacht. Auf einem Bildschirm kann der Neurochirurg dann während der Operation jederzeit auf den Millimeter genau feststellen, an welcher Stelle des Gehirns er sich gerade mit seinem Instrument befindet. Die Neuronavigation ermöglicht somit eine perfekte Operationsplanung, Vermeidung der Schädigung wichtiger Zentren im Gehirn, sowie eine Minimierung des Zugangs, also der Schädelöffnung. Hirnmetastasen können mittels Neuronavigation in den meisten Fällen durch eine 12 mm große Öffnung komplett entfernt werden. Natürlich werden auch kleine Schädelöffnungen hinterher wieder verschlossen, so dass auch kosmetisch und für die Schädelstabilität keine nachteiligen Folgen der Operation zurückbleiben.

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Das Bild zeigt ein erfolgreich operiertes, eingeblutetes AVM (Gefäßmißbildung) der Zentralregion

Erfolgreich operiertes, eingeblutetes AVM (Gefäßmißbildung) der Zentralregion. Die präoperative Halbseiten-lähmung bildete sich postoperativ fast vollständig zurück.

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