Besondere medizinische Behandlungsverfahren

Knieschmerzen beim Sport - was tun?

3. DFB-Ü-40-Cup im Berliner Olympiapark Dr. med. Harald Hake betreute Fußballer der SG Hoechst Classique

3. DFB-Ü-40-Cup im Berliner Olympiapark
Dr. med. Harald Hake betreute Fußballer der SG Hoechst Classique 

Die Hälfte aller Sportverletzungen betreffen die untere Extremität. Bei den dynamischen Sportarten (v.a. Fußball und Skifahren) ist am häufigsten das Knie betroffen. Dabei kann die Verletzung von einer „einfachen Zerrung“ (Distorsion) bis zu ausgedehnten komplexen Bandverletzungen mit Kniebinnenschaden reichen, die einer dringlichen ärztlichen Untersuchung zugeführt werden müssen.

Daneben bestehen die funktionellen Störungen , z.T. ältere Verletzungen mit chronischen Kniebeschwerden. Nicht nur wegen der Dringlichkeit der Behandlung, sondern auch wegen der weiteren Vorgehensweise werden diese Verletzungsarten unterschieden.

Bei der akuten Knieverletzung sollte die sofortige Kälte-Kompressionsbehandlung erfolgen. Bei Verdacht auf knöcherne Verletzungen, Kapsel-Band-Meniskusschäden, zunehmender Schwellung und starker Bewegungseinschränkung sollte der Patient sofort einen Arzt bzw. die Klinik aufsuchen.

Dort muß, soweit schmerzbedingt möglich, eine ausführlich Untersuchung des Knie erfolgen, ggf. eine Röntgenaufnahme / MRT durchgeführt werden. Aufgrund dieser Untersuchungen wird die Diagnose / Verdachtsdiagnose und die weitere Therapie festgelegt. Die Therapie von Sportverletzungen am Kniegelenk richtet sich nach der Verletzungsart bzw. -schwere, orientiert sich aber auch an individuellen Voraussetzungen des Sportlers.

Ausführliche Untersuchung

Bei den chronischen Kniebeschwerden erfolgt nach Erhebung der Sportanamese, der ausführlichen Untersuchung des Patienten die Besprechung der weitere Therapie und ggf. Veränderungen im Ablauf und Durchführung der sportlichen Aktivitäten. Allen Kniegelenksverletzungen, ihrer konservativen oder operativen Therapie sowie der individuellen Begleitbehandlung ist zu eigen, dass es sich hierbei um ein großes, biomechanisch und anatomisch kompliziertes Gelenk handelt, so dass der bestmöglichen Rekonstruktion und einer situationsangepassten Begleit- und Nachbehandlung große Beachtung von seitens des Arztes und des Physiotherapeuten geschenkt werden muß. Nur so kann im Gefolge schwerer Kniegelenksläsionen Sportfähigkeit wieder erreicht werden.

- Knieschmerzen dürfen nicht das Ende des Sports bedeuten -

Dr. med. Harald Hake (rechts), Physiotherapeut Zvonimir Udovc

Dr. med. Harald Hake (rechts),
Physiotherapeut Zvonimir Udovc

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