Informationen für Patienten

Verletzungen des Beckens

Beckenring 

Die stabile Beckenringverletzungen bedürfen in der Regel nur ausreichende Schmerzmittelgabe und Entlastung der betroffenen Seite, um eine frühe Funktionalität und Belastung zu erreichen. Im vorderen Beckenring kommt es zu Sitz- und Schambeinfrakturen.

Symphysenverletzungen entstehen meist durch starke Kompressionstraumen. Bei starkem Klaffen der Symphyse muss immer an eine gleichzeitige hintere Beckenringverletzung und somit instabile Situation (Open-book-, Malgaigne-Verletzung) gedacht werden.

Die Diagnostik umfasst die Röntgenübersicht des Beckens und ggf.Computertomographie bei fraglicher hinterer (ileosakraler oder paraileosakraler) Verletzung. Eine Operationsindikation besteht bei Symphysenverletzungen mit Klaffen über 2 cm. Bei kompletter ileosakraler oder paraileosakraler Verletzung ist eine zusätzliche dorsale, minimal-invasive Stabilisierung erforderlich.

Sakrum - Längsfraktur

Die Frakturen entstehen im Rahmen von instabilen Beckenringfrakturen und sind meist einseitig paraileosakral. Selten kommt es zu beidseitigen Längs- bis Trümmerfrakturen, v. a. bei direkter Gewalteinwirkung von dorsal auf das Sakrum oder bei axialer Kraftwirkung.

Durch die eingeschränkte Beurteilbarkeit der Röntgenaufnahmen von Becken und Sakrum ist immer ein CT erforderlich. Bei neurologischem Defizit, sowie bei massiver Dislokation des Beckenrings muss eine operative Therapie durchgeführt werden.

Quer- und Steißbeinfraktur

Häufigster Entstehungsmechanismus ist der Sturz auf den Steiß, wobei die distale Fragmente nach ventral gekippt sind. Die Untersuchung umfasst die seitliche Sakrumaufnahme, sowie die digitale rektale Untersuchung.

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