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Fuß

Talusfraktur

Talusfrakturen entstehen durch ein axiales Stauchungstrauma. Dabei kommt es typischerweise zu einer Querfraktur im Bereich des Talushalses. Mehrfragmentfrakturen mit Luxation des Taluskörprs aus dem oberen Sprunggelenk nach dorsal sind jedoch auch möglich. Davon abzugrenzen sind die bei Supinations- und Pronationsverletzungen auftretenden Abscherfrakturen (Flake-Frakturen).

Außer der Röntgenübersicht in 2 Ebenen, ist meist auch ein CT zur Diagnostik erforderlich. Bei dislozierten Talusfrakturen sowie bei Talus-Flake-Verletzungen ist die Operationsindikation immer gegeben.

Bei Talusfrakturen besteht wegen der schlechten Durchblutung des Knochens eine erhöhte Nekrosen- und Pseudarthrosengefahr.

Kalkaneusfraktur

Die Mehrzahl der Kalkaneusfrakturen entsteht durch axiale Stauchungstraumen, z.B. bei Sturz aus größerer Höhe mit Ausnahme der Entenschnabelverletzungen, die einer knöchernen Ausrißverletzung der Achillessehne entspricht. Die Durchführung einer Computertomographie ist bei Komplexfrakturen erforderlich.

Die Kalkaneusfrakturen mit Gelenkstufenbildung und Entenschnabelverletzungen stellen immer eine Operationsindikation dar. Eine operative Versorgung ist bei nichtdislozierten Frakturen oder gering dislozierten, extraartikuläre Tuber-calcanei-Frakturen, nicht erforderlich.

Postoperativ ist eine funktionelle Nachbehandlung erforderlich. Die Belastbarkeit wird je nach Fraktursituation zwischen 10 und 12 Wochen erreicht.

Mittelfuß- und Phalanxfraktur

Sie enstehen meist durch direkte Gewalteinwirkung im Bereich des Vorfußes. Im Mittelfußbereich sind auch Ermüdungsbrüche, z.B. als Marschkrankheit (M. Köhler), charakteristisch.

Die Operationsindikation ist bei isolierten Schaftfrakturen des 1. und 5. Mittelfußknochens, sowie bei den Frakturen mehrerer Mittelfußknochen und Frakturen mit Beteiligung der Tarsometatarsale- oder Tarsophalangialgelenke gegeben. Basisfrakturen des Os metatarsale V stehen unter dauernder Zugbelastung des M. peronaeus brevis und neigen daher zur Pseudarthrosenbildung, weswegen dies eine Sonderindikation zur Operation darstellt. Im Bereich der Großzehe werden auch Frakturen der Phalangen und Frakturen des Interphalangialgelenks operativ versorgt. Durch einen Pflasterzügelverband können Frakturen der Zehen unter Mitfixierung eines benachbarten Zehes geschient werden.

Bei Plattenosteosynthese und Zuggurtung der Basisfraktur des 5. Mittelfußknochens ist eine primäre Übungsstabilität ist gegeben. Die volle Belastbarkeit wird nach etwa 6-8 Wochen erreicht.

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