Informationen für Patienten

Hüftgelenk

Azetabulumfraktur (Hüftpfannen)

Die Azetabulumfraktur entsteht meist durch indirekte Krafteinwirkung über das Femur in axialer Richtung. Je nach Kraftrichtung und Höhe sowie Stellung des Hüftgelenks kommt es zu einer Fraktur des vorderen oder hinteren Pfeilers, Quer- oder Kombinations- bis Trümmerfrakturen. Die Diagnose wird anhand der Röntgen-Beckenübersicht, sowie der Ala- und Obturatoraufnahme gestellt. Ein CT ist immer erforderlich. Bei komplexen Frakturen ist eine dreidimensionale Rekonstruktion vorteilhaft. 

Bei Fragmenten im Hüftgelenk, Gelenkstufen bei jüngeren Patienten oder bei wesentlichen Fragmentdislokationen erfolgt die operative Versorgung. Bei alten Patienten ist die Indikation nur bei wiederherstellbarem Gelenk und belastungsfreier Mobilisierung gegeben, sonst werden die Patienten mit einer Hüftgelenksprothese behandelt.

Die Komplikationen umfassen die Paresen des N. femoralis bzw. ischiadicus. Selten kommt es zu Gefäßverletzungen mit Transfusionsbedarf.

Die operative Stabilisierung von Azetabulum- wie auch von instabilen Beckenfrakturen ist in den meisten Fällen technisch anspruchsvoll. Nur bei großer unfallchirurgischer Erfahrung und Geschicklichkeit ist mit guten Repositions- und Stabilisierungsergebnissen zu rechnen.

Nach der Operation darf der Patient nur entlastend mobilisiert werden. Gehübungen mit Belastung des gesunden Beins sind je nach Beschwerden frühzeitig möglich.

Hüftluxation

Die Hüftluxation kommt durch axiale Gewalteinwirkung auf das Femur bei gebeugter Stellung des Hüftgelenks zustande. Hierbei ist immer eine zusätzliche Fraktur des dorsalen Pfannenrandes und des Femurkopfes möglich. Um intraartikuläre Fragmente und zusätzliche Pfannenfrakturen auszuschließen wird außer die Beckenübersicht immer ein CT durchgeführt.

Die Reposition erfolgt immer unter Narkose.

Die Hüftluxation kann zu Femurkopfnekrosen, periartikulären Verkalkungen und Koxarthrosen führen. Zu der Nachbehandlung gehört die sofortige Mobilisation initial über Schonung/Teilbelastung.

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