Informationen für Patienten

Kniegelenk

Die Menisken dienen einer Verminderung der Gelenkflächen-Druckbelastung. Ihre Mobilität auf dem Tibiaplateau erreicht diese Funktion in allen Flexionspositionen des Kniegelenks. Die passiven Hauptstabilisatoren des Kniegelenks sind die beiden Kreuzbänder, die Kollateralbänder sowie die Gelenkkapsel.

Traumatische Knieband- und Meniskusverletzungen

Kniebandverletzungen entstehen durch plötzliche Gewalteinwirkung, die ein Anspannen der aktiven muskulären Stabilisatoren verhindert oder deren Belastbarkeit überschreitet. Bei Band- und Meniskusverletzungen ist fast immer ein Gelenkerguss vorhanden.

Die MRT ermöglicht eine sehr genaue Darstellung von Band- und Meniskusstrukturen. Die Interpretation der Bilder ist jedoch wie bei der Sonographie sehr von der Erfahrung des Untersuchers abhängig. Die Arthroskopie ist die überlegene Methode zur Darstellung von Meniskus-, Gelenkflächen- und Kreuzbandverletzungen. 

Isolierte vordere Kreuzbandverletzungen bei körperlich aktiven Patienten, sowie komplexe Kniebandverletzungen, werden operativ versorgt. Isolierte Innenbandverletzungen können konservativ behandelt werden.

Postoperativ ist ca. nach einer Woche die volle Belastung des Beins erlaubt. Bei Meniskusrefixationsnähten erlauben wir nur eine Flexion bis 60 Grad und keine Belastung für 6 Wochen. Je nach intraoperativem Befund und Therapie werden nach einem erstellten Behandlungsschema die Bewegungsausmaße und Belastungen erlaubt.

Habituelle Patellaluxation

Die Luxation tritt häufig bei einer X-Bein-Fehlstellung und einer Patelladysplasie auf. Die Röntgenaufnahmen sind zur Beurteilung einer Dysplasie erforderlich. Lange Röntgenaufnahmen beider Beine werden zur Beurteilung der Beinachsen durchgeführt. Bei Nachweis eines massiven Gelenkergusses und bei Knorpel-Knochenverletzungen ist die Indikation zu einer Arthroskopie gegeben.

Patellafraktur

Die Patellafraktur entsteht durch Sturz auf die Kniescheibe. Die Röntgenaufnahme in 2 Ebenen, sowie die Tangentialaufnahme werden als Diagnostik durchgeführt. Bei Gelenkstufenbildungen, Durchtrennung des Streckapparats oder Abrißverletzungen des unteren Patellapols ist die Operationsindikation gegeben.  Bis zur 3. postoperativen Woche wird eine Flexion bis 60° und bis zur 6. Woche eine Flexion bis 90° erlaubt, danach freie Funktion.

Quadrizepssehnenruptur

Quadrizepssehnenrupturen treten bei degenerativen Veränderungen der Kollagenstruktur auf . Die Diagnose wir oft klinisch gestellt. Sonographisch ist die Sehnenruptur direkt nachweisbar. Die Operationsindikation ist immer gegeben. Postoperativ wird ein Tutor angelegt mir schmerzabhängiger Belastung.

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Knieverletzung?
  • Tipps zur Nachbehandlung/Reha nach Kreuzbandrissen.
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