Medizinische Schwerpunkte

Becken- und Wirbelsäulenchirurgie

Beckenverletzungen oder -brüche entstehen durch starke mechanische Gewalt. Ursachen sind beispielsweise Stürze aus größerer Höhe oder heftige Einquetschungen des Unterleibs. Ein Knochenschwund kann das Risiko für einen Beckenbruch erhöhen, z. B. bei älteren Menschen.

Bei einem Beckenbruch kommt es zu Schmerzen, die bei Bewegungen in der Hüfte stärker werden. Schwellungen und Blutergüsse bilden sich oftmals aus. Bei einigen Beckenknochenbrüchen kann es zu einer sichtbaren Verkürzung des Beines kommen. Bei starken Blutungen, die innerhalb des Körpers ablaufen können, kommt es zur Schocksymptomatik mit Blässe, Kaltschweißigkeit, Blutdruckverminderung und Bewusstseinsstörungen.

Beckenverletzungen stellen mit einer Häufigkeit von 3-20 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Deutschland eine sehr seltene, aber zumeist schwerwiegende Erkrankung dar. Zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr sind größtenteils Verkehrunfälle und Stürze aus größerer Höhe die Ursache. Mit steigendem Alter treten die Frakturen in der Mehrzahl auf Grund einer reduzierten Knochenqualität – zumindest bei Stürzen – auf. Diese können vorwiegend konservativ therapiert werden.

Das Ziel in der Behandlung von Beckenverletzungen ist eine frühzeitige Mobilisation des Patienten, um die Risiken und Komplikationen einer mehrwöchigen Bettruhe wie Gelenkeinsteifungen mit Abbau der Muskulatur, Blutgerinnselbildungen im Gefäßsystem, Lungenentzündungen, Druckstellen der Haut und nicht zuletzt eine psychische Dekompensation des Patienten zu vermeiden. 

Behandlungsspektrum:

  • minimal-invasive und offene computer-assistierte Wirbelsäulenchirurgie nach Unfällen, bei Infektionen und Tumorerkrankungen
  • Vertebro- und Kyphoplastie
  • operative Versorgung von Becken- und Acetabulumfrakturen

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