Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin

Besondere medizinische Behandlungsverfahren

Das Bild zeigt einen Ausschnitt einer OP.

Mit den Bildern, die Conrad Wilhelm Röntgen 1895 aufnahm, hat die Radiologie von heute kaum noch etwas gemein. Innovative Schnittbildverfahren ermöglichen dreidimensionale Aufnahmen in Sekundenschnelle. Mithilfe Bildgebender Verfahren können minimal-invasive Behandlungsverfahren schonend und mit bisher nicht für möglich gehaltener Präzision durchgeführt werden. In vielen Bereichen haben diese Methoden mittlerweile komplizierte Operationen abgelöst.

So behandeln interventionelle Radiologen heute Gefäßerkrankungen des Gehirns und in den Beinen ebenso wie die Osteoporose. Gemeinsam ist all diesen Verfahren der minimal-invasive Ansatz: Der Eingriff wird durch einen winzigen Schnitt in der Haut durchgeführt. Oftmals genügt hierfür eine lokale Betäubung. "Minimal-invasive Eingriffe, die von Radiologen durchgeführt werden, sind bereits jetzt integraler Bestandteil einer optimalen medizinischen Versorgung.

Interventionen an der Wirbelsäule

In Rahmen der Schmerztherapie der Wirbelsäule werden in der Radiologie unter CT-Kontrolle Infiltrationsverfahren eingesetzt, die es erlauben schmerz- und entzündungshemmende Medikamente exakt an den Ort der Schmerzquelle zu bringen und so, die Schmerzleitung effektiv zu unterbrechen.

Bei schmerzhaften Wirbelkörpereinbrüchen, z.B. bei Patienten mit Osteoporose, Metastasen oder Tumoren, kann eine Stabilisierung durch die schonende Injektion von Knochenzement in den Wirbelkörper (sog. Vertebroplastie) erreicht werden. Dabei kann eine Operation oder die mehrwöchige Ruhigstellung mit langwieriger Bettlägerigkeit häufig vermieden werden. Die Patienten können bereits einen Tag nach der Vertebroplastie wieder normal mobilisiert werden und sind zudem schmerzfrei.

Gewebeentnahmen unter radiologischer Kontrolle

Zur Entnahme von Gewebeproben gibt es verschiedene Techniken, die heute oft unter zusätzlicher Röntgenkontrolle, CT-, MRT- oder Ultraschall-Steuerung ablaufen. Hierbei unterscheiden sich im Wesentlichen der Durchmesser und Typ der verwendeten Nadeln und somit die Menge der gewonnenen Probe. Es ist heute möglich, fast alle auffälligen oder verdächtigen Befunde im Körper mit den minimal-invasiven Methoden (geschlossene Biopsie) abzuklären, ohne dass eine Operation erfolgen muss.

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