Besondere medizinische Behandlungsverfahren

Aneurysmatherapie

Endovaskuläre Behandlung von Aneurysmen der Hirnarterien („coiling“)

Aneurysmen sind sackförmige Aussackungen der Arterien an der Hirnbasis (s. 1. Abb.) und stellen eine Schwäche der Gefäßwand dar. Manchmal werden sie zufällig gefunden bei Untersuchungen des Gehirns in der MRT oder CT. Am häufigsten fallen sie jedoch auf, indem die Gefäßaussackung platzt („Ruptur“). Hierdurch kommt es zu einer unter Umständen lebensgefährlichen Blutung (sog. Subarachnoidal- oder Hirnhaut-Blutung). Dies kann stärkste Kopfschmerzen hervorrufen und im schlimmsten Fall innerhalb kurzer Zeit zum Koma führen. Das Ziel der Behandlung ist ein rascher Verschluss dieser Gefäßaussackung, da sonst die große Gefahr besteht, dass es zu einer erneuten Blutung mit noch schlimmeren Folgen kommt. Bei der endovaskulären Therapie werden über einen winzigen Mikroschlauch (als helle Linie im Gefäß auf der 2. Abb. zu sehen) feine Platinspiralen in die Gefäßaussackung eingebracht. Dies wird unter Röntgenstrahlung kontrolliert. Das Aneurysma kann komplett mit diesen Platinspiralen ausgestopft werden (s. 2. Abb.), so dass es nicht mehr bluten kann. Dies ist eine gute Behandlungsoption bei Aneurysmen, die bereits geblutet haben sowie bei Gefäßaussackungen, welche zufällig gefunden wurden.
 
 

 

 

Aneurysma der terminalen A. carotis interna vor der Behandlung.

Aneurysma der terminalen A. carotis interna vor ...

Aneurysma der terminalen A. carotis interna nach coil-Embolisation.

und nach coil-Embolisation.

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