Sarkomzentrum Frankfurt am Main

Medizinische Schwerpunkte

Entscheidend über den Therapieerfolg eines Sarkoms ist die sichere, frühzeitige Diagnosestellung. Generell gilt, dass die Art der Therapie von der Lokalisation und Größe, sowie vom Differenzierungsgrad des Tumors abhängt. Mit Hilfe der mikroskopischen Untersuchungen des Pathologen lässt sich die Art des Gewebes (Tumortyp) sowie die Schwere der Entartung (Grading) bestimmen.

Sarkome unterteilen sich in vier unterschiedliche Schweregrade G 1-3. Zusammen mit den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung und der erfolgten Schnittbildverfahren kann der Tumor dann in Form des in der Onkologie üblichen TNM-Schemas (T: Größe und Lage des Tumors, N: Lymphknotenbeteiligung, M: Fernmetastasierung) klassifiziert werden.

Entsprechend der beiden beschriebenen Einteilungen lässt sich zusammenfassend ein Tumorstadium (I-IV) erheben, dass für die weitere Therapie wegweisend ist. Zu den Therapieoptionen gehören in erster Linie die chirurgische Resektion, die Bestrahlung oder die Chemotherapie. Häufig ist zur optimalen Behandlung auch ein multimodales Therapiekonzept aus mehreren Einzeltherapien notwendig.

Allgemein gilt, dass bei niedrig, wenig bösartigen Tumoren die Resektion in der Regel ausreichend ist. Bei fortgeschrittenen Sarkomen, die nicht vollständig entfernt werden können, eine Bestrahlung die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens des Tumors deutlich reduziert.

Generell sollte bei allen Sarkomen zur Abklärung einer möglichen operativen Entfernung des Tumors eine Schnittbildgebung in Form einer Computer- (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) erfolgen.  Dies ermöglicht eine genaue Darstellung der Tumorlokalisation und des möglichen Befalls von Blutgefäßen. Die zur Diagnosesicherung notwendige Probenentnahme erfolgt in Form einer Inzisions- oder Exzisionsbiopsie. Auch hierfür ist eine sorgfältige Planung wichtig und sollte daher in speziell dafür ausgewiesen Zentren in interdisziplinärerer Zusammenarbeit erfolgen.

Was ist bei der multimodalen Therapie zu beachten?
Kommt es zu einer chirurgischen Intervention, ist der ausreichende lokale Sicherheitsabstand von größter Bedeutung. Die Resektion sollte daher im „Gesunden“ (R0) erfolgen. Bei Tumoren der Gliedmaße ist der Erhalt der Extremität ein vorrangiges Ziel. Unter Umständen ist eine isolierte Extremitätenperfusion (ILP) oder Strahlentherapie vor der eigentlichen Resektion sinnvoll, um den Tumor in seinem Ausmaß zu verkleinern oder bereits entstandene Metastasen mit zu behandeln. Abhängig von der Sarkomart kann auch eine zusätzliche postoperative Strahlentherapie oder Chemotherapie erforderlich werden.

 

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Studien:
Wir prüfen für Sie, ob eine Studienteilnahme bei Auftreten eines Primärtumors, Rezidives oder Metastase möglich ist.

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