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Verhaltensauffälligkeiten

Als verhaltensauffällig wird ein Kind immer dann bezeichnet, wenn es sich oft erheblich anders verhält als die meisten Kinder seines Alters in gleichen oder ähnlichen Situationen.

Welches Verhalten als normal und welches als auffällig bezeichnet wird, kann sich somit durchaus verändern. Was für uns etwa ein völlig normales Verhalten unserer Kinder ist, hätte man wohl zum Teil einige Generationen zuvor als auffällig bezeichnet.

Aber auch zwischen verschiedenen Kulturen bestehen Unterschiede bei der Beurteilung von Verhalten. Aggressive Verhaltensweisen sind beispielsweise in verschieden Kulturen in unterschiedlichem Maß verpönt oder werden geduldet, bisweilen sogar gefördert.

Ein weiteres Kriterium, ob ein Verhalten als auffällig bezeichnet wird oder nicht, betrifft das Alter des Kindes. Ein etwa zweijähriges Kind, welches häufig Trotzanfälle mit selbst verletzendem und aggressivem Verhalten zeigt, verhält sich beispielsweise relativ normal. Die gleichen Verhaltensweisen bei einem Schulkind können hingegen als Verhaltensauffälligkeit bezeichnet werden.

Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen

Verhaltensauffälligkeiten können von Verhaltensstörungen unterschieden werden. Der Unterschied liegt lediglich in der Häufigkeit und Stärke des Auftretens gleicher Verhaltensweisen. Unter beiden Begriffen werden eine Vielzahl von abweichenden Verhaltensweisen zusammengefasst.
Für alle Verhaltensauffälligkeiten gilt, dass sich betroffene Kinder damit selbst in ihrer Entwicklung beeinträchtigen oder ihre Verhaltensweisen zu umfangreichen Konflikten mit ihrer Umwelt führen.

Eine Liste aller möglichen Verhaltensauffälligkeiten wäre sehr lang und könnte kaum erschöpfend sein. Am häufigsten sind die folgenden Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten:

  • Selbst schädigende Verhaltensweisen wie etwa intensives Daumenlutschen, Nägelkauen, Haare ausreißen, Zufügen von Schnittwunden oder sonstigen Verletzungen, Drogenmissbrauch, Essstörungen
  • Verhaltensweisen, bei denen andere Menschen geschädigt werden, aggressives Verhalten, Körperverletzungen, Zerstörung von Gegenständen, Vandalismus, Brandstiftung, Diebstähle
  • Selbstunsicheres, schüchternes und überängstliches Verhalten
  • Verhalten, welches zu erheblichen erzieherischen Schwierigkeiten führt wie etwa häufiges Lügen, ausgeprägtes, nicht alterstypisches Trotzverhalten oder sehr abwehrendes Verhalten
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