09.06.2020, Frankfurt am Main

Krankenhaus-Neubau wird später fertig

Der Neubau des Klinikums Frankfurt Höchst kann nicht wie angekündigt im Herbst dieses Jahres fertiggestellt und an das Krankenhaus übergeben werden. Das wurde dem Klinikum nun durch den Generalunternehmer mitgeteilt. Laut Generalunternehmer wird sich das Übergabedatum voraussichtlich über mehr als ein Jahr auf den 31.12.2021 verschieben. Eigentlich war die Übergabe in diesem Oktober geplant. Der Generalunternehmer führt an, dass sowohl erschwerte Bedingungen aufgrund der Corona-Krise als auch weitere unvorhergesehene Herausforderungen Ursache für die Verzögerung seien.

Das Klinikum sowie die Stadt Frankfurt am Main sind bestürzt über die erneute Verschiebung. „Wir erwarten, dass der Generalunternehmer seine vertraglichen Pflichten erfüllt und alles dafür tut, die angekündigte Verzögerung soweit als möglich zu verkürzen. Ein weiteres Jahr Verzögerung oder sogar mehr ist für uns nicht akzeptabel“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt Höchst, Martin Menger. Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzt: „Schließlich geht es hier vor allem um das Bürger- und Patientenwohl. Der Neubau des Klinikums Frankfurt Höchst ist ein ersehnter Meilenstein für die noch bessere medizinische Versorgung des Frankfurter Westens.“ Beide betonen, dass man dort schon heute eine Top-Gesundheitsversorgung betreibt, der jedoch das Bestandsgebäude mittlerweile nicht mehr gerecht wird.

Geschäftsführer Martin Menger hat zudem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums im Sinn: „Diese Nachricht ist für uns alle ein herber Schlag. In unserem Haus laufen die Vorbereitungen für den eigentlich für die im Herbst/Winter dieses Jahres anvisierte Testphase und den Umzug auf Hochtouren. Nicht nur die Patientinnen und Patienten, auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich schon lange darauf, in ein zeitgemäßes Krankenhausgebäude zu ziehen. Sie haben es verdient, dass sich die professionelle Arbeit, die sie täglich leisten, auch in ihrem Arbeitsumfeld widerspiegelt.“

Als Gründe für die Verzögerung führt der Generalunternehmer zum einen die Corona-Pandemie an. So habe diese auch im Baugewerbe zu Engpässen bei Materiallieferungen und vor allem bei der personellen Besetzung der Baustelle geführt. Zudem benennt der Generalunternehmer technische Herausforderungen u. a. im Bereich des Ineinandergreifens einzelner Gewerke als Ursache, die den Eröffnungstermin weiter verzögern würden.

Das Baubudget des Neubaus von 263 Mio. Euro wird aus Zuschussmitteln der Stadt Frankfurt am Main und Fördermitteln des Landes Hessen finanziert. Die Höhe des Zuschusses der Stadt von rd. 208 Mio. Euro sieht Stadtrat Majer dennoch nicht gefährdet: „Bisher bewegen wir uns im vertraglich zugesicherten Kostenrahmen und ich gehe davon aus, dass Klinikum und Generalunternehmer diesen auch weiterhin einhalten werden.“

Durch die Verzögerung vergrößern sich allerdings die zeitabhängigen Projektkosten für den Bauherrn. Hierzu gehören Baunebenkosten für die Projektleitung, -begleitung und

-steuerung. Hinzu kommen Kosten, die dadurch entstehen, dass der Umzug in das neue Gebäude verschoben werden muss. Gleichzeitig führt die verzögerte Betriebsaufnahme zu Einnahmeverlusten. „Da wir davon ausgehen, dass die Verzögerung ursächlich beim Generalunternehmer zu suchen ist, werden wir die dadurch entstehenden Kosten zum gegebenen Zeitpunkt als Schadensersatz geltend machen“, so Martin Menger abschließend.

Über das Klinikum

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten    kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de

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