28.07.2020, Frankfurt am Main

Klinikum Frankfurt Höchst als Mitralklappenzentrum ausgezeichnet

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist als eines von 24 Zentren in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) als Mitralklappenzentrum ausgezeichnet worden. Das Zertifikat belegt die umfassende kardiologische Behandlungsqualität sowie die individualisierte Therapie durch die enge Zusammenarbeit von Medizinern verschiedener Fachrichtungen und Kardiologen/Kardiochirurgen aus der Partnerklinik Bad Soden und dem Frankfurter Umfeld.

Undichtigkeiten oder Verengungen der Mitralklappe zählen zu den häufigsten erworbenen Herzklappenfehlern. „Oft bleiben sie über viele Jahre unbemerkt, können aber mit fortschreitender Erkrankung zu Kurzatmigkeit, stark verminderter Leistungsfähigkeit, Herzschwäche und Rhythmusstörungen führen“, erklärt Prof. Dr. med. Ulrich Hink, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin. Die Gutachter hoben hervor, dass das Klinikum gut aufgestellt ist und alle notwendigen Voraussetzungen der Zertifizierung vorliegen.

Bereits seit 2013 gibt es am Klinikum Frankfurt Höchst die Möglichkeit eines nicht-operativen, sehr sicheren und schonenden Verfahrens zur Herzklappenbehandlung – das Mitralklappen-Clipping. Prof. Hink erhielt als Herzklappen-Spezialist den Ruf für die Universitätsprofessur für „Interventionelle Klappentherapie“ und führt diese Technik bereits seit über zehn Jahren durch. Mit dem s.g. Mitralklappen-Clipping, das über die Leiste erfolgt, kann eine Undichtigkeit der Mitralklappe behandelt werden. Dabei werden die beiden Segel der Herzklappe miteinander durch eine kleine Metallklammer (Clip) fixiert und somit die regelrechte Dichtigkeit der Herzklappe wieder hergestellt. „Es konnte gezeigt werden, dass geeignete Patienten durch das Verfahren nicht nur besser, sondern auch länger leben können“ ergänzt der geschäftsführende Oberarzt, Dr. med. Alexander Jabs, der die Eingriffe mit Hilfe dreidimensionaler Herzultraschalltechnik am schlagenden Herzen begleitet und somit das präzise Einsetzen des Clips überhaupt ermöglicht. In der Regel ist hierfür nur ein kurzer stationärer Aufenthalt von Nöten, so dass die Patienten nach wenigen Tagen wieder entlassen werden können.

Grundlage der jüngsten Zertifizierung sind die Richtlinien der DGK. Die Fachgesellschaft überprüft vor Ort, ob die Beteiligten die Voraussetzungen für die interventionelle Behandlung von Mitralklappenfehlern erfüllen und ob ein umfangreiches Portfolio an kathetergestützten Verfahren besteht. Dabei überprüfen die Gutachter unter anderem die Qualifikation des Personals, die technische Ausstattung und die bereits gesammelte Erfahrung.

Über das Klinikum

Die Klinik für Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie ist eine hochspezialisierte Einrichtung für die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsverfahren und Behandlungsmethoden für Herz- und Gefäßerkrankungen wird angeboten. Hier stehen interventionelle, intensivmedizinische, medikamentöse, aber auch innovative Therapiekonzepte zur Behandlung der koronaren Herzerkrankung, der Herzinsuffizienz, verschiedenster Herzrhythmusstörungen, angeborener und erworbener Herzfehler, Gefäßerkrankungen und weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2021 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de.

 

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