03.09.2020, Frankfurt am Main

Therapiestandards beim Weichteilsarkom: SarkomMeeting am 4./5. September

Das durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) e.V. zertifizierte Sarkomzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst lädt am 4./5. September 2020 interessierte Kolleginnen und Kollegen zum zweiten SarkomMeeting ein. Los geht’s am Freitag, 4. September, um 14.30 Uhr im Dorint Hotel Frankfurt/Sulzbach (Am Main-Taunus-Zentrum 1, 65843 Sulzbach).  

Die Behandlung von Sarkompatienten hat am Klinikum Frankfurt Höchst seit vielen Jahren eine große Tradition. Durch multimodale und innovative Therapieansätze konnte die Prognose für Betroffene dieser seltenen, oft sehr bösartigen Krebserkrankungen in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Das SarkomMeeting (Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Leiter des Sarkomzentrums Frankfurt am Main und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Klinikum Frankfurt Höchst, und Prof. Dr. med. Lars Lindner, Oberarzt am Zentrum für Knochen- und Weichteiltumore, Klinikum der Universität München) wird, unter Wahrung der aktuell gültigen Hygiene- und Abstandsregeln, auf höchster Expertenkompetenz die aktuellen Diagnose- und Behandlungsstandards beim Weichteilsarkom inklusive den Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Zum zweiten Mal werden die behandelnden Fachdisziplinen zusammen erkrankungszentriert, die für die Patienten zur Zeit als optimale Behandlung erachteten Maßnahmen diskutieren. Dabei wird neben der onkologischen Behandlung der metastasierten Erkrankungen auch umfassend die adjuvante und neoadjuvante Therapie beleuchtet. Die modernen lokalen Standardbehandlungen, wie die perkutane Strahlentherapie und die chirurgische Resektion werden umfassend und an Patientenbeispielen dargestellt. Besonderer Fokus liegt auf dem evidenzbasierten leitliniengerechten Vorgehen unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren zunehmend in den Vordergrund tretenden medikamentösen Therapieoptionen. „Die Prognose von Sarkomen ist von mehreren Faktoren abhängig, wie beispielsweise der initialen Tumorgröße, dem Tumorstadium, der Lokalisation und dem Alter des Patienten. Da eine sichere, frühzeitige Diagnosestellung entscheidend für den Therapieerfolg ist, sollte von Beginn an ein multidisziplinäres Expertenteam, wie das vom Sarkomzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst, in die Behandlung einbezogen werden“, betont Prof. Schwarzbach.

Zu den namhaften Experten des SarkomMeetings gehören Dr. med. Marinela Augustin, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin 5 am Klinikum Nürnberg, Prof. Dr. med. Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, Dr. med. Annegret Kunitz, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin am Vivantes Klinikum Berlin-Spandau, Prof. Dr. med. Lars Lindner, Oberarzt am Zentrum für Knochen- und Weichteiltumore am Klinikum der Universität München, Prof. Dr. med. Gunhild Mechtersheimer, Oberärztin der Pathologie am Universitätsklinikum Heidelberg, Dr. med. Daniel Pink, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin – Sarkomzentrum Berlin-Brandenburg am Helios Klinikum Bad Saarow, Prof. Dr. med. Daniela Schulz-Ertner, Ärztliche Leiterin des MVZ Radiologisches Institut am Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt sowie Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Leiter des Sarkomzentrums Frankfurt am Main und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst.

Über das Klinikum
Das DKG-zertifizierte Sarkomzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst (Leitung: Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Zentrumskoordination: Dr. med. Felicitas Scholten) zeichnet sich durch die hohe Kompetenz der in einer klinikübergreifenden Zentrumsstruktur arbeitenden Behandler aus, die unter Einbeziehung kompetenter Kooperationspartner aus dem gesamten Bundesgebiet hochmoderne Diagnostik und Therapie zum Wohle ihrer Patienten einsetzen. Von dieser Vernetzung über die Sektorengrenzen hinaus (ambulanter und stationärer Sektor) profitieren die Patienten in besonderem Maße. In enger Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation „Das Lebenshaus“ erhalten betroffene Patienten weitreichende Hilfestellungen bei der Krankheitsbewältigung. Da Sarkome im Vergleich zu Lungen- oder Brustkrebs relativ selten sind, gibt es deutschlandweit nur wenige Spezialzentren für diese heimtückische Krebsart. Seit 2010 wurden in Frankfurt Höchst über 1.000 Sarkompatienten aus ganz Europa und den USA ambulant bzw. stationär behandelt, davon mehr als 600 operiert.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2021 errichtet.


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