20.04.2021, Frankfurt am Main

Wenig freie Intensivbetten in der Region

Flexible Steuerung stellt Versorgung von Covid- und Non-Covid-Patienten an den Kliniken-Frankfurt-Main-Taunus dennoch sicher

Trotz des hohen Aufkommens intensivpflichtiger Covid- und Non-Covid-Patienten in den letzten Wochen stellen die drei Krankenhäuser des Verbundes in Bad Soden, Hofheim und Frankfurt Höchst die Versorgung ihrer Patienten sicher. Dies gelingt durch ein flexibles Belegungsmanagement.

„Freie Intensivbetten sind im Rhein-Main-Gebiet derzeit ein knappes Gut. Auch wir arbeiten aktuell sowohl im Covid- als auch Non-Covid-Bereich an der oberen Kapazitätsgrenze. In der Regel gelingt es uns durch ein flexibles internes Belegungsmanagement, die notwendigen Ressourcen zu schaffen. Um freie Intensivbetten zu gewinnen, verlegen wir z. B. zeitnah Patienten, die stabilisiert und nicht mehr intensivpflichtig sind, auf Normalstationen. Die Abmeldung von der Intensivversorgung ist die situationsbedingte Reaktion der Krankenhäuser, wenn für den Moment dennoch gar nichts mehr geht. Dann werden intensivpflichtige Patienten durch den Rettungsdienst an andere Krankenhäuser der Region gefahren, die noch freie Kapazitäten haben. Doch sind das Momentaufnahmen. So nimmt das Krankenhaus in Bad Soden z. B. derzeit wieder Intensivpatienten auf“, erläutert Dr. Thomas Müller, Ärztlicher Direktor der Kliniken des Main-Taunus-Kreises und Chefarzt der Intensivstation in Hofheim. Dabei bilden die Krankenhäuser des Gesundheitsverbundes keine Ausnahme.  Es ist gängige Praxis, dass Kliniken in Überlastungssituationen dem Rettungsdienst melden, wenn ihre Kapazitäten in bestimmten Bereichen ausgelastet sind. Dies bedeutet jedoch keinen generellen Aufnahmestopp für das gesamte Krankenhaus. Auch andere Kliniken im Rhein-Main-Gebiet haben diese Maßnahme für den Intensivbereich in den letzten Wochen zeitweise ergreifen müssen, doch werden immer wieder Betten in der Region frei.

„Wie alle Krankenhäuser der Region erfüllen wir unseren Versorgungsauftrag verlässlich. Das gilt für den Covid-Bereich, doch natürlich auch für unsere Non-Covid-Patienten. Sollte die Auslastung der Intensivstationen der Region weiter ansteigen und eine Verlegung unter den Krankenhäusern nicht mehr möglich sein, können die Intensivkapazitäten gemäß des Stufenplans des Landes erweitert werden. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es aber noch freie Betten in der Region. Uns wäre es natürlich lieber, wenn es gar nicht so weit kommt, dass wir den Stufenplan erweitern müssen, sondern dass die Infektionszahlen ausgebremst würden und wir wieder weniger Patienten auf unseren Intensivstationen hätten. Denn was man auch bedenken muss, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bereits seit über einem Jahr unter Volllast. Das geht an die Substanz“, ergänzt Prof. Steiner,  stellv. Ärztlicher Direktor des Klinikums Frankfurt Höchst und Koordinator der dortigen Covid-Intensivstation.

 

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