10.12.2018, Frankfurt am Main

Klinikum erhält Qualitätssiegel „Onkologisches Zentrum“ der Deutschen Krebsgesellschaft

Die Versorgung von Krebspatienten in der Region ist jetzt auch offiziell wieder ein Stück besser geworden. Für die hohe Behandlungs-Qualität von Krebspatienten wurde das Klinikum Frankfurt Höchst als „Onkologisches Zentrum“ durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Das Zertifikat umfasst alle Bereiche onkologischer Erkrankungen: von der Prävention über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge.

Um dieses besondere Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten zu können, musste das Klinikum hohe strukturelle und fachliche Anforderungen erfüllen. „Die Fachexperten haben uns eine hohe fachliche Kompetenz und vorbildliche Leistungen bescheinigt“, sagt Prof. Dr. med. Volker Möbus, Leiter des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Gynäkologie. Sehr positiv fiel während der Auditierung u.a. das hohe persönliche Engagement aller Mitarbeiter des Onkologischen Zentrums auf. Dies wurde durch Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Chirurgie und stellvertretender Leiter des Zentrums, bestätigt: „Die Zertifizierungs-Vorbereitungen waren äußert aufwendig. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“.

Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums des Klinikums Frankfurt-Höchst werden Patienten mit Darm-, Brust-, Pankreaskrebs und gynäkologischen Tumoren bereits seit langem in zertifizieren Organkrebszentren behandelt. Auch für das Sarkomzentrum des Klinikums wird im Frühjahr des kommenden Jahres mit einem Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft gerechnet. Darüber hinaus besteht eine hohe Expertise in der Behandlung anderer Tumorentitäten wie z.B. Prostatakarzinomen, Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs, neuroonkologischer und hämatoonkologischer Erkrankungen.

Die Diagnose Krebs stellt einen gravierenden Einschnitt im Leben eines jeden Menschen dar. Umso wichtiger ist es für Betroffene und ihre Angehörigen, ein kompetentes Behandlungsteam hinter sich zu wissen, das diese schwierige Zeit medizinisch und therapeutisch begleitet. Insbesondere die enge Zusammenarbeit der beteiligten Spezialisten trägt zum Therapieerfolg bei. Diese fächerübergreifende, vernetzte Zusammenarbeit der Experten zeichnet das zertifizierte Onkologische Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst aus: Hand in Hand arbeiten die verschiedenen Kliniken, Institute und auch externe Partner, um ein ganzheitliches Versorgungsnetzwerk für die Patienten anbieten zu können.

Das Herzstück des Onkologischen Zentrums stellen die interdisziplinären Tumorkonferenzen dar. Dabei beraten Experten unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen über die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. Grundlage dieser Fallkonferenzen sind aktuelle Studienergebnisse, Leitlinien und modernste Therapieverfahren. „Jede Krebserkrankung, jeder Tumor verhält sich anders. Unser Ziel ist es, jedem Patienten ein personalisiertes, auf ihn zugeschnittenes Therapiekonzept anbieten zu können“, so Prof. Dr. med. Hans-Günther Derigs, Chefarzt der Hämato-Onkologie und stellvertretender Leiter des Onkologischen Zentrums. Geprüft werde zudem für jeden Patienten, ob es die Möglichkeit gibt, an einer Therapiestudie teilzunehmen. 

Exzellentes ärztliches Können wird durch onkologische Pflegeexpertise, psychoonkologische Betreuung, sozialrechtliche Beratung, Ernährungsberatung, Seelsorge und angebundene Selbsthilfegruppen in besonderem Maße komplettiert. Angeboten werden darüber hinaus Kunsttherapien, Kosmetik- und Sportkurse, die die teilnehmenden Patienten in der Bewältigung ihrer Erkrankung unterstützen. Vorträge zu den verschiedensten Aspekten onkologischer Erkrankungen gibt es regelmäßig im „Patienten-Cafe“, einer speziellen Veranstaltungsreihe für Betroffene und ihre Angehörigen.

Ist eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich sein, steht die bestmögliche Lebensqualität im Zentrum der Behandlung. Dies am Lebensende zu erreichen, hat sich das Team der Palliativmedizin zur Aufgabe gemacht. Die palliative Versorgung erfolgt auf der eigenen Palliativstation des Klinikums sowie in enger Zusammenarbeit mit den ambulanten Palliativdiensten und den Hospizen der Region.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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