22.07.2019, Frankfurt am Main

Klinikum als Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz ausgezeichnet

Das Klinikum Frankfurt Höchst wurde kürzlich als Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung sowie der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ausgezeichnet.

Herzinsuffizienz, also Herzschwäche, ist heute in Deutschland der häufigste Grund für stationäre Krankenhaus-Behandlungen. So müssen mehr als 300.000 Menschen pro Jahr wegen einer Herzschwäche ins Krankenhaus, z. B. wenn sich die Pumpkraft des Herzmuskels so stark verschlechtert, dass es zu erheblichen Wassereinlagerungen im Körper kommt (Ödeme), Atemnot auftritt oder die körperliche Leistungsfähigkeit rapide abnimmt. Unbehandelt haben Patienten mit Herzinsuffizienz eine schlechtere Lebenserwartung als viele Krebspatienten.

„Die häufigsten Ursachen einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens sind die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenfehler sowie Herzrhythmusstörungen wie z. B. Vorhofflimmern“, so Prof. Dr. med. Ulrich Hink, Chefarzt der Klinik für Kardiologie des Klinikum Frankfurt Höchst, und ergänzt: „Hier am Klinikum haben wir die Spezialisten für die Behandlung all dieser Herzerkrankungen direkt vor Ort und könne somit eine Komplett-Versorgung gewährleisten.“  Dies und viele weitere Strukturmerkmale des Klinikums wurden nun in einen aufwändigen Zertifizierungsprozess durch die kardiologischen Fachgesellschaften geprüft und bestätigt.

„Patienten mit Herzschwäche bedürfen häufig einer interdisziplinären Therapie, die stufenweise und zur richtigen Zeit erfolgen muss. Dies erfordert ein individuelles Behandlungskonzept für jeden einzelnen Patienten, welches mit ihm und seinen behandelnden Ärzten in Praxis und Krankenhaus ohne Informationsverluste abgestimmt werden muss.  Hierfür sind wir als Klinik der Maximalversorgung gemeinsam mit unseren herzchirurgischen Kooperationspartnern und niedergelassenen Kardiologen vor Ort sehr gut gerüstet“, so Oberarzt Dr. med. Alexander Jabs, Kardiologe und Herzinsuffizienz-Spezialist. Sein Oberarzt-Kollege Dr. med. Daniel Bock ergänzt: „Für unsere herzinsuffizienten Patienten haben wir am Klinikum beste und modernste Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Das belegt nicht zuletzt die nun erfolgreiche Zertifizierung durch die Fachgesellschaften.“

Zertifikat wird nach strengen Kriterien vergeben
Die Vergabe eines HFU-Zertifikats erfolgt nach strengen Kriterien, die regelmäßig überprüft werden. Dazu zählen nicht nur personelle sowie technische Voraussetzungen, sondern auch der Nachweis qualitätsgesicherter, integrierter und sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen. Somit ist die bedarfsgerechte Patientenversorgung nach aktuellem Wissensstand, die das individuelle medizinische und soziale Umfeld der Patienten berücksichtigt, lückenlos gewährleistet. Derzeit sind 27 Kliniken bundesweit als HFU-Schwerpunktklinik zertifiziert.

Über das Klinikum
Die Klinik für Innere Medizin 1 Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie bietet das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsverfahren und Behandlungsmethoden für Herz- und Gefäßerkrankungen an. Hierbei stehen interventionelle, intensivmedizinische medikamentöse, aber auch innovative Therapiekonzepte zur Behandlung der koronaren Herzerkrankung, der Herzinsuffizienz, verschiedenster Herzrhythmusstörungen, angeborener und erworbener Herzfehler, Gefäßerkrankungen und weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund. Besonders hervorzuheben sind die Akut-Interventionen bei Patienten mit Herzinfarkt, die Katheter-Verfahren bei Herzrhythmusstörungen, sowie die interventionelle Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen, wie z.B. Herzklappenfehlern. Dabei werden modernste und besonders schonende medizinische Verfahren angewendet, insbesondere aus dem Bereich der minimalinvasiven Diagnostik und Therapie. Hinzu kommen Notfallstrukturen wie die zertifizierte Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit).

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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