03.09.2019, Frankfurt am Main

Diagnostik und Behandlung häufiger Hirntumore: Patienten-Forum am 17. September

Unter dem Titel „Neues zur Diagnostik und operativen Behandlung häufiger Hirntumore“ lädt die Klinik für Klinik für Neurochirurgie, unter Leitung von Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Martin Barth, Patienten, Angehörige und Interessierte am Dienstag, 17. September 2019, zum nächsten Patienten-Forum aus der Veranstaltungsreihe „Medizin höchst aktuell: Patienten fragen-Ärzte antworten“ ein. Los geht’s um 18 Uhr im Gemeinschaftsraum (Gebäude A, 2. OG) des Klinikums. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. 

Hirntumore sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen, wie Lungen-, Brust- oder Darmkrebs eher selten. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen dem 50sten und 70sten Lebensjahr, aber auch Kinder können daran erkranken. Die Herkunft von Hirntumoren ist sehr unterschiedlich. Sie werden in primäre und sekundäre Hirntumore eingeteilt. Primäre Hirntumore können sich aus allen Zellen des Nervensystems entwickeln und werden entsprechend ihrer Herkunft bezeichnet: Gliome von Zellen des Gehirns, Meningeome von Zellen der Gehirnhaut, um nur die zwei häufigsten zu nennen. Sekundäre Hirntumore bezeichnet die Gruppe von Tumoren, die von Zellen außerhalb des Gehirns stammen und dorthin zumeist über die Blutbahn gekommen sind. Oft ist die zugrunde liegende Krebserkrankung, z.B. Lungenkrebs, schon bekannt. Manchmal aber ist der sekundäre Gehirntumor das erste Symptom der Krebserkrankung.

Bei der operativen Behandlung von Hirntumoren stehen die Sicherheit der Patienten sowie die möglichst exakte Entfernung des Tumors bei gleichzeitiger Schonung intakten Gewebes im Vordergrund. Die Neurochirurgen am Klinikum Frankfurt Höchst arbeiten hierzu mit modernen intraoperativen Bildgebungsverfahren wie dem Operationsmikroskop, der kernspintomographie-basierten Neuronavigation, dem intraoperativen Neuromonitoring und dem intraoperativen Ultraschall.

Über Neues zur Diagnostik und operativen Behandlung häufiger Hirntumore informieren die Experten des Patienten-Forums:

  • Diagnose Hirntumor: Wann muss operiert werden?
    Priv. Doz. Dr. med. Martin Barth, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie
     
  • Techniken zur Erhaltung von Hirnfunktionen während der mikrochirurgischen Entfernung hirneigener Tumore
    Dr. med. Stefan Grossauer, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie
     
  • Therapiemonitoring von Hirntumoren – zwischen Mensch und Maschine
    Priv. Doz. Dr. med. Christian Herweh, Leitender Oberarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin – Schwerpunkt Neuroradiologie

Über das Klinikum
Die Klinik für Neurochirurgie bietet das gesamte Behandlungsspektrum einer modernen Neurochirurgie, welches unter anderem die operative Behandlung von Erkrankungen am Blutgefäßsystem (vaskuläre Neurochirurgie), Tumorerkrankungen, Wirbelsäulen-erkrankungen, die Pädiatrische Neurochirurgie/Hydrozephalus, die Neurotraumatologie sowie Erkrankungen der Peripheren Nerven beinhaltet. Dabei kommen schonende OP-Techniken durch minimalisierte operative Zugänge zum Einsatz einschließlich der Nutzung moderner OP-Mikroskope bzw. der kraniellen und spinalen Neuronavigation. Die Methode der Neuronavigation wurde hier bereits 1995 als eine der ersten Kliniken Deutschlands benutzt und erlaubt in aktualisierter Version die Operation von Hirntumoren mit höchster Präzision durchzuführen. Bei bestimmten Gehirntumoren wird darüber hinaus das intraoperative neurophysiologische Monitoring angewandt, in sehr seltenen Fällen werden auch Wach-Operationen durchgeführt. Zu einer fortschrittlichen Versorgung aller genannten Erkrankungen gehört außerdem die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den angrenzenden Abteilungen der Klinik.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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