29.04.2020, Frankfurt am Main

Veränderung in der Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt-Höchst

Dr. Dorothea Dreizehnter wechselt in den hohen Norden

Die Geschäftsführerin des Klinikums Frankfurt-Höchst zieht es nach nahezu fünf Jahren Klinikum Frankfurt-Höchst in den hohen Norden. In Bremen wird sie im Laufe dieses Jahres den Geschäftsführungsvorsitz des kommunalen Gesundheitsverbundes Gesundheit Nord gGmbH übernehmen. Der Aufsichtsrat, die Gesellschaftervertreter sowie die Geschäftsführungskollegen der Kliniken Frankfurt- Main-Taunus, zu denen das Klinikum Frankfurt-Höchst neben den Kliniken des Main-Taunus-Kreises gehört, bedauern den Weggang der erfahrenen Krankenhausmanagerin.

„Frau Dr. Dreizehnter hat das Klinikum Frankfurt-Höchst in den vergangenen Jahren exzellent geführt und ihm sowie dem Verbund wichtige Impulse gegeben. Nicht ohne Grund haben wir ihr vor kurzem eine Vertragsverlängerung für weitere fünf Jahre angeboten. Auch wenn wir sie gerne weiter an uns gebunden hätten, so ist es für uns nachvollziehbar, dass die neue Aufgabe in Bremen eine spannende Herausforderung für Frau Dr. Dreizehnter darstellt. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats wünsche ich ihr daher viel Erfolg für ihre neue Position“, so Harald Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.

Stadtrat Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt, die einer der beiden Gesellschafter der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus ist, bedauert den Weggang von Frau Dreizehnter sehr. „Dr. Dreizehnter war ein echter Gewinn für das Klinikum Frankfurt-Höchst, sowohl in guten als auch in Krisenzeiten. Sie war das Gesicht des Klinikums und hat viel Herzblut und Energie in dessen Weiterentwicklung gesteckt. Auch die Aufklärung der durch das „Team Wallraff“ erhobenen vielfältigen Vorwürfe am Umgang mit Patientinnen und Patienten auf der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie des Klinikums durch die Beauftragung eines externen Beraters hat sich Frau Dr. Dreizehnter zu ihrer Aufgabe gemacht, genauso wie Umsetzung der Maßnahmen und Empfehlungen für eine gute psychiatrische Versorgung. Sie hat das Klinikum in den letzten vier Jahren auf einen sicheren Weg in Richtung schwarze Null geführt. Für ihr hohes Engagement danke ich ihr im Namen der Stadt Frankfurt sehr. Sie wird den Kliniken und mir persönlich politisch, fachlich sowie menschlich sehr fehlen.“

Wer nach Dr. Dorothea Dreizehnter die Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt-Höchst übernehmen wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Zu frisch ist die Entscheidung der gebürtigen Pfälzerin. Ihre beiden Geschäftsführungskollegen, Martin Menger und Stefan Schad, bedanken sich bei Dr. Dreizehnter: „In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam für den Verbund und das Zusammenwachsen der Krankenhäuser viel bewegt. Wir verlieren mit Frau Dr. Dreizehnter einen wichtigen Teil unseres Geschäftsführungsteams“, so Martin Menger, der im Februar 2018 als Vorsitzender der Geschäftsführung an die Kliniken Frankfurt-Main-Taunus gekommen war.

Dr. Dreizehnter verlässt Frankfurt mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Die zurückliegenden Jahre im Klinikum Höchst waren erfüllend und eine tolle Aufgabe. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen sind mir dabei wirklich sehr ans Herz gewachsen und wir haben gemeinsam vieles gemeistert. Ich danke dem gesamten Krankenhaus- und Verbundteam ebenso wie meinen Geschäftsführungskollegen für die gute Zusammenarbeit und dem Aufsichtsrat sowie den Gesellschaftern für das Vertrauen und die Unterstützung. Ich freue mich aber auch schon sehr auf neue Begegnungen und herausfordernde Aufgaben, die meine Position in der Gesundheit Nord mit sich bringen wird.“

Die Kliniken Frankfurt Main Taunus
Die Kliniken Frankfurt-Main-Taunus betreiben als Verbund und gemeinnützige Gesellschaft die kommunalen Kliniken an den Standorten Bad Soden, Hofheim und Frankfurt-Höchst. Mit insgesamt rund 1500 Betten und 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sie der größte kommunale Klinikverbund in der Region. Mit der standortübergreifenden, interdisziplinären Zusammenarbeit und der Bündelung medizinischer Kompetenzen bietet der Zusammenschluss etwa in der Behandlung onkologischer Erkrankungen, der Therapie bei Schlaganfall, aber auch im Rahmen des Eltern-Kind-Zentrums ein herausragendes Leistungsspektrum.

Die Gesundheit Nord gGmbH
Vier große Krankenhäuser, fast 60 Fachkliniken, zahlreiche Institute und andere Einrichtungen: Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord gehört zu den größten kommunalen Krankenhauskonzernen Deutschlands. In den vier Krankenhäusern arbeiten mehr als 8000 Beschäftigte, die jährlich rund 100.000 Patientinnen und Patienten stationär und weitere 150.000 Menschen ambulant behandeln. Insgesamt erwirtschaftet der Konzern einen Jahresumsatz von etwa 620 Millionen Euro. Das Spektrum der medizinischen Leistungen reicht von der Versorgung von Unfallopfern bis zu hochspezialisierten Operationsmethoden, von der Geburtshilfe bis zur Altersmedizin, von der Transplantation bis zur Rehabilitation. Die Kliniken der Gesundheit Nord decken fast jede medizinische Disziplin ab und versorgen nicht nur Menschen aus Bremen und der Region, sondern darüber hinaus auch viele Patienten, die aus ganz Deutschland zu den Experten kommen. Zur Gesundheit Nord gehören das Klinikum Bremen-Mitte, das Klinikum Bremen-Ost, das Klinikum Bremen-Nord sowie das Klinikum Links der Weser. Die vier ehemals rechtlich eigenständigen Krankenhäuser wurden 2014 unter dem Dach der Gesundheit Nord zu einer Einheitsgesellschaft verschmolzen und bilden heute ein Gesundheitsnetzwerk, in dem gut ausgebildete Mediziner und Pflegekräfte unterschiedlicher Disziplinen eng zusammenarbeiten.

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