01.02.2021, Frankfurt am Main

Chefarztwechsel in der Klinik für Augenheilkunde

Prof. Dr. med. Claus Eckardt, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde, hat Ende Januar 2021 nach 28 Jahren chefärztlicher Tätigkeit am Klinikum Frankfurt Höchst seinen Krankenhaus-Ruhestand angetreten. Die Nachfolge übernimmt Prof. Dr. med. Urs Voßmerbäumer, der von der Universitätsklinik Mainz kommt. Bis zu dessen Start im April 2021 leitet Dr. med. Tillmann Eckert, bisher Leitender Oberarzt, die Abteilung.

„Mit Prof. Eckardt verlässt ein international bekannter und von Berufskollegen sowie Patienten gleichermaßen geschätzter Experte der Augenheilkunde unser Krankenhaus. Für seine herausragende Arbeit der vergangenen Jahrzehnte können wir ihm gar nicht genug danken“, so die Geschäftsführer Martin Menger und Stefan Schad: „Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm alles Gute und vor allem Gesundheit.“ Eine offizielle Staffelstabübergabe ist geplant, sobald die aktuelle Lage ein Zusammentreffen vieler Gäste zulässt.

Zur Person Professor Dr. med. Claus Eckardt
Der geborene  Hamburger Prof. Eckardt studierte Humanmedizin in Mainz und Hamburg, wo er neben der Promotion auch seine Facharztausbildung in der Augenheilkunde absolvierte. Nachfolgend wechselte er als Oberarzt an die Universitätsklinik Kiel. Dort habilitierte er und wurde zum Professor sowie stellvertretendem Direktor der Augenklinik ernannt. Anfang Februar 1993 folgte er als Nachfolger von Prof. Lieb dem Ruf als Chefarzt nach Frankfurt Höchst.

Prof. Eckardt gehörte seither zu den international führenden Augenärzten in der Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie und wurde regelmäßig auf den Fokuslisten zu den besonderen Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen gezählt. Er entwickelte nicht nur neue Behandlungsmethoden und feinste chirurgische Instrumente, die nach ihm benannt wurden. Im Februar 2014 führte er in Frankfurt Höchst als weltweit erster Arzt die Heads up-Technik für Netzhautoperationen sowie Kataraktoperationen ein. Zahlreiche Augenchirurgen aus aller Welt kamen ins Klinikum, um mehr über diese neue 3-D-Technologie zu erfahren. Das von ihm begründete zweijährlich stattfindende Frankfurt-Retina-Meeting entwickelte sich zu einem der größten internationalen Kongresse auf dem Gebiet der Netzhautchirurgie. Im Rahmen der Vorträge konnten die jeweils über 1200 Teilnehmer aus aller Welt die Operationen unter Einsatz der neuesten Techniken live im Vortragssaal verfolgen und mit ihm noch während des Eingriffs diskutieren. Sein internationaler Ruf führte nicht nur zahlreiche Patientinnen und Patienten aus dem Ausland nach Höchst, er war auch selbst als Gastoperateur weltweit unterwegs. Professor Eckardt ist Autor von mehr als 70 wissenschaftlichen Publikationen in nationalen und internationalen Fachmedien sowie Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler ophthalmologischer Fachgesellschaften.

Neben seiner fachlichen Kompetenz zeichnet sich Prof. Eckardt durch seinen typischen hanseatischen Charme aus. Ob mit Patienten, Mitarbeitern oder Kollegen, im Gespräch bleibt er zwar meist kurz und knapp, aber immer offen und klar. Trotz nordischer Zurückhaltung sind sein Humor und seine Empathie gegenüber den Patienten und Mitarbeitern stets erkennbar.

„Mein ganz besonderer Dank geht an das gesamte Team der Augenklinik für die gemeinsame Arbeit in den letzten Jahren“, so der scheidende Chefarzt.

Über die Klinik
Die Klinik für Augenheilkunde zählt zu den großen außeruniversitären Augenabteilungen in Deutschland. Sie bietet das gesamte Spektrum der modernen Augenheilkunde. Neben Behandlungen von Tumoren gehören auch die refraktive Chirurgie, die Schielbehandlung, die Lidchirurgie sowie die Versorgung altersbedingter Makuladegenerationen zum medizinischen Angebot.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2021 errichtet.


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