07.12.2017, Frankfurt am Main

Klinikum erfolgreich als AltersTraumaZentrum zertifiziert

Durch den demographischen Wandel und die zunehmend älter werdende Bevölkerung nehmen auch die typischen Alterserkrankungen wie Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, Schlaganfälle, Demenzen und sturzbedingte Knochenbrüche zu. Pro Jahr erleiden in Deutschland allein 700.000 hochbetagte Menschen einen Bruch des Oberschenkels, der Wirbel oder der Arme. Nur ein ganzheitlicher Behandlungsansatz wird dieser komplexen Gesamtsituation der Patienten gerecht. Das Klinikum Frankfurt Höchst hat sich auf die interdisziplinäre, altersgerechte Versorgung solcher alterstraumatologischer Patienten spezialisiert und wurde kürzlich als AltersTraumaZentrum nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Geleitet wird das Alterstraumazentrum von den beiden Leitenden Ärztinnen der Klinik für Altersmedizin, Dr. med. Kerstin Amadori und Claudia Ankerst, sowie von den beiden Chefärzten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke (Schwerpunkt Orthopädie) und Dr. med. Harald Hake (Schwerpunkt Unfallchirurgie).

Ziel dieser engen interdisziplinären Zusammenarbeit von Altersmedizinern und Unfallchirurgen  ist eine qualitativ hochwertige medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung von geriatrischen Traumapatienten „aus einer Hand“. Neben den Ärzten der Altersmedizin, Orthopädie und Unfallchirurgie gehören zum multiprofessionellen Team des AltersTraumaZentrums speziell geschultes Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, physikalische Therapeuten, Logopädinnen sowie Mitarbeiter des Sozialdienstes, der Ernährungsberatung und der Seelsorge. In den gemeinsamen interdisziplinären Besprechungen und Visiten wird für jeden alterstraumatologischen Patienten ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet. In den vierteljährlich stattfindenden Qualitätszirkeln und Komplikationskonferenzen wird stetig an einer weiteren Verbesserung der Versorgung gearbeitet.

„Unser gesamtes Therapiekonzept ist auf die speziellen Bedürfnisse, Komorbiditäten, Risiken, den Rehabilitationsbedarf sowie die häuslichen und sozialen Lebensbedingungen unserer alterstraumatologischen Patienten abgestimmt“, betonen Dr. med. Kerstin Amadori und Claudia Ankerst. „Jede Abwägung zwischen konservativen und operativen Therapieoptionen beim geriatrischen Patienten ist individuell und zieht die bisherige körperliche und soziale Situation mit ein“, ergänzt Dr. med. Hake. Um eine zügige soziale Reintegration und bestmögliche Wiederherstellung zu erreichen, wird im AltersTraumaZentrum des Klinikums Frankfurt Höchst viel Wert auf eine frühzeitige, strukturierte und ganzheitliche Behandlung gelegt. Die Patienten werden gleich bei ihrer stationären Aufnahme ins Klinikum anhand der Art ihrer Fraktur (z.B. Oberschenkelhalsfraktur, Wirbelkörper- oder Beckenringfrakturen), ihrem Alter (über 70 Jahre) und dem so genannten ISAR-Score („Identification of Seniors at risk“) als alterstraumatologische Patienten identifiziert und der spezialisierten Behandlung im AltersTraumaZentrum zugeführt.

Über das Klinikum
Altersmedizin (oder Geriatrie) ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Erkennung, Behandlung, Rehabilitation und Prävention von akuten und chronischen Krankheiten älterer Patienten sowie deren speziellen Problemen in der späten Lebensphase beschäftigt. Geriatrische Patienten sind in der Regel älter als 65 Jahre, typischerweise mehrfacherkrankt, gebrechlich und erfordern einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Geriatrie begrenzt sich daher nicht auf organzentrierte Medizin, sondern bietet eine ganzheitlich ausgerichtete Therapie im multiprofessionellen Team mit dem vorrangigen Ziel, den funktionellen Zustand und die Lebensqualität der älteren Patienten zu verbessern, ihre Autonomie zu fördern und größtmögliche Selbständigkeit im Alltag zu erreichen.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst ist spezialisiert auf die operative und konservative Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen sowie Verletzungen und Verletzungsfolgen der Stütz- und Bewegungsorgane (ambulant und stationär). Zur Diagnostik und Befundsicherung stehen fachübergreifend modernste bildgebende Verfahren zur Verfügung. Bereits Anfang 2015 wurde die Klinik, als eine von nur drei Kliniken der Region, als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Zur kontinuierlichen Qualitätssicherung gehört die Klinik dem Deutschen Endoprothesenregister (EPRD) an (Pilotklinik).

Der Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst umfasst das gesamte klinische Spektrum einer modernen Versorgung aller Verletzungen des Bewegungs- und Stützapparates. Spezialgebiete des unfallchirurgischen Schwerpunktes liegen in der Becken- und Wirbelsäulenchirurgie, der Endoprothetik, der Hand- und Schulterchirurgie sowie der Sporttraumatologie. Jährlich werden über 200 Oberschenkelhalsfrakturen operativ versorgt. Das Klinikum Frankfurt Höchst gewährleistet zudem die Versorgung Schwerstverletzter auf höchstem Niveau und wurde kürzlich erneut erfolgreich als überregionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Hessen/Region Südhessen rezertifiziert. 

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet. 


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