15.12.2017, Frankfurt am Main

Klinikum Frankfurt Höchst verabschiedet „Höchster Urgestein“ Chefarzt Dr. med. Harald Hake in den Ruhestand

Dr. med. Harald Hake, einer der dienstältesten Ärzte des Klinikums Frankfurt Höchst und langjähriger Chefarzt des Schwerpunktes Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, tritt zum Jahresende 2017 in den Ruhestand ein. Am Freitag wurde er feierlich aus dem Kreise der Kollegen und Wegbegleiter verabschiedet.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer, Klinikgeschäftsführerin Dr. Dorothea Dreizehnter, der Ärztliche Direktor des Klinikums Prof. Dr. med. Lothar Schrod würdigten das unermüdliche Schaffen und nachhaltige Wirken Dr. Hakes als Unfallchirurg, Sporttraumatologe, Mannschaftsarzt, Mensch, Chef, Kollege, Sportler, Gründungsmitglied des Gesundheitsnetzwerkes Rhein-Main sowie des Förderkreises des Klinikums Frankfurt Höchst. Majer: „Wenn in unserer heutigen schnelllebigen Zeit jemand mehr als 30 Jahre beim gleichen Arbeitgeber bleibt, dann ist das schon eine ganz besondere Seltenheit, die aber auch für dieses Klinikum und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spricht.“ Prof. Schrod fasste es so zusammen: „Sie haben den guten Ruf der Klinik und Ihrer Abteilung in besonderer Weise gestaltet und geprägt - hoch kompetent, sachlich, hilfsbereit, ein echter Teamplayer mit viel Humor und ohne jede Allüren. Das haben wir nicht nur im Kreis der Chefarztkollegen zu schätzen gewusst, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen Ihres Teams.“ Dr. Dreizehnter: „Ich persönlich kann mir ehrlich gesagt eine Klinik ohne Harald Hake noch gar nicht so richtig vorstellen. Ich freue mich daher sehr, dass Sie uns auch in Ihrem Unruhestand noch verbunden bleiben – im Förderkreis und als Berater sowie Ehrenmitglied des Gesundheitsnetzwerkes Rhein-Main.“

Seine besondere Liebe zu seinem Fach und zum Sport stellte Dr. Hake nicht nur in der sportmedizinischen Sprechstunde, im OP, auf der Station jeden Tag aufs Neue unter Beweis, sondern auch in der Freizeit, u.a. als langjähriger Mannschaftsarzt der Traditionsfußballmannschaft Hoechst Classique, der Bundesligavolleyballerinnen der TG Bad Soden, der Bundesligisten United Volleys sowie der THC Hockey Höchst.

Die enge Verbundenheit zum Frankfurter Westen zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Als gebürtiger Sossenheimer spielte er bereits Fußball bei der SG Sossenheim. Mit 18 wechselte er zum Judo bei der TG Höchst und kämpfte sich bis zum schwarzen Gürtel durch. 

Nach dem Besuch der Realschule begann Dr. Hake zunächst eine Betriebsschlosserlehre bei den Farbwerken Hoechst und holte bis 1974 das Abitur nach. Bis 1982 studierte er Medizin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Schon das praktische Jahr im Wahlfach Orthopädie absolvierte er bis 1982 im Krankenhaus in der Gotenstraße, verbrachte dann zunächst vier Jahre der Assistenzarztzeit im Paulinenstift in Wiesbaden, bevor er im Februar 1987 nach Höchst in die Klinik von Prof. Dr. med. Wolf Stelter wechselte.

Nach Promotion mit Dissertationsthema Sportmedizin im Jahr 1988 erlangte Dr. Hake im Januar 1990 die Facharztanerkennung für die Chirurgie, wurde 1993 Oberarzt der chirurgischen Klinik in Höchst, im August 2005 Leitender Oberarzt der Abteilung für Unfallchirurgie. In dieser Zeit unterstützte er auch fachlich die Ausbildung zum Krankengymnasten an der klinikeigenen Schule. Im März 2007 folgte die Anerkennung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Bestellung als D-Arzt.

Als Leitender Arzt führte er ab Februar 2007 die Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie als Teil der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie gemeinsam mit Prof. Hovy. Zusätzlich leitete er von 2007 bis 2012 gemeinsam mit Prof. Dr. med. Semi Sen, dem ehemaligen Chefarzt der Kardiologie, die interdisziplinäre zentrale Notaufnahme. Traumazentrum. In dieser Zeit erfolgte auch die Zertifizierung des Klinikums als Überregionales Traumazentrum für die Versorgung von Schwerstverletzten. Gemeinsam mit der Anästhesie erstellte er Leitlinien für den Schockraum.

Am 1. Mai 2011 nahm Dr. Hake die Herausforderung als Chefarzt des Schwerpunktes Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an, die er gemeinsam mit Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke leitet. Großes Augenmerk galt stets auch der Weiterbildung junger Kollegen in den Fächern Orthopädie, spezielle Unfallchirurgie bzw. Common trunk der Zentralen Notaufnahme. 

Selbst als Chefarzt betreute er aktiv den Ironman Frankfurt bzw. Wiesbaden, führte Check ups durch für Newcomer beim City-Triathlon Frankfurt, engagierte sich als Antidopingbeauftragter beim Radrennen um den Finanzplatz Eschborn und als Verantwortlicher der Stiftung Nationale Anti Doping Agentur Deutschland für den sauberen Sport. Dr. Hake ist Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstandes des Gesundheitsnetzwerkes Rhein-Main sowie des Förderkreises des Klinikums Frankfurt Höchst. Seine Verbundenheit zum Klinikum wird er auch im Ruhestand fortsetzen und den Förderkreis als aktives Vorstandsmitglied weiterhin unterstützen.

„Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, hier in Höchst zu arbeiten. Ich möchte mich bei meinen Patienten, Sportlern, Kollegen, meinem Team und natürlich der Klinikleitung für die erfolgreiche Zeit und das Vertrauen bedanken. Nach mehr als 30 Jahren in Höchst freue ich mich nun auf einen neuen Abschnitt in meinem Leben. Gleichzeitig werde ich den täglichen Kontakt zu den Patienten und Kollegen natürlich vermissen“, betonte Dr. Hake. Seinem Nachfolger wünschte er alles Gute.

Über das Klinikum

Der Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie umfasst das gesamte klinische Spektrum einer modernen Versorgung aller Verletzungen des Bewegungs- und Stützapparates. Spezialgebiete des unfallchirurgischen Schwerpunktes liegen in der Becken- und Wirbelsäulenchirurgie, der Endoprothetik, der Hand- und Schulterchirurgie sowie der Sporttraumatologie.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wird bisher kollegial von einem Chefarzt für den Schwerpunkt Orthopädie und einem Chefarzt für den Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie geführt. Ab 2018 liegt die Gesamtleitung in den Händen von Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, bisher Chefarzt des Schwerpunktes Orthopädie. Leitender Oberarzt des Schwerpunktes Unfallchirurgie und Sporttraumatologie ist Dr. med. Hakim Said L Hadj, Facharzt für Chirurgie und spezielle Unfallchirurgie. 

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten

kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet. 

 

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