28.08.2018, Frankfurt am Main

160. Geburtstag im Zeichen von Neubau und Klinikverbund

Das Klinikum Frankfurt Höchst feiert in diesem Jahr seinen 160. Geburtstag. Alles begann 1858, als der Herzog von Nassau die Genehmigung erteilte, ein Handwerker- und Gesindehospi­tal zu errichten. Dies war nicht nur eine für die damalige Zeit herausragende soziale Tat, sondern Geburtsstunde zugleich. Mit nur vier Betten fand die damalige Krankenherberge und damit Vorläuferin des heutigen Maximalversorgers ihr Domizil in einer Höchster Mietwohnung. Durch die industrielle Entwicklung in Höchst entwickelte sich daraus ein Klinikum, das 1875 in die kommunale Trägerschaft überging.  Am Dienstag fand auf dem Gelände des Klinikrohbaus dazu ein Festakt statt, bei dem auch die Mitarbeiter aus den verschiedenen Klinikstandorten mitfeierten. Glückwünsche überbrachten neben Staatsminister Stefan Grüttner auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann sowie Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, hob hervor: „Kommunale Krankenhäuser wie das Klinikum Frankfurt Höchst tragen sichtbar Verantwortung für ihre Patienten, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Bevölkerung. Sie sind Teil des kommunalen Sozialstaats und der Sicherung der Lebensverhältnisse aller Menschen. Mit den Investitionen in den Neubau legen wir ein Bekenntnis zum Standort Höchst und den Frankfurter Westen ab. Ich darf den Beschäftigten versichern, dass wir auch zukünftig auf gute Arbeitsplätze und gute, tarifgerechte Bezahlung Wert legen.“

Gesundheitsminister Stefan Grüttner nannte das Klinikum ein „Haus mit Tradition“, das „unverzichtbar für die Versorgung der Bevölkerung in der Region und im Westen Frankfurts“ sei. „Ich freue mich daher, dass anlässlich des Jubiläums der Rohbau schon steht. Wir haben das Klinikum von Seiten des Landes mit 54,7 Millionen Euro gefördert. Und ich möchte betonen, dass auch die Zusammenarbeit im Verbund mit den Kliniken des Main-Taunus-Kreises vorbildlich und zukunftsweisend ist. Bereits seit 2012 rufe ich zu solchen Zusammenschlüssen und Verbünden auf, weil dies der Weg zu hochwertiger medizinischer Versorgung der Menschen auf wirtschaftlich stabilem Niveau ist“, stellte der Minister klar. Das Land werde daher Verbünde über das Hessische Krankenhausgesetz in den kommenden Jahren verstärkt fördern.

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer erinnerte und reflektierte nicht nur die medizinische Entwicklung des Klinikums, sondern zeigte sich auch zufrieden, dass kürzlich der Hubschrauberlandeplatz als letzter Teil des Rohbaus fertig gestellt wurde. Hinsichtlich des Klinikverbundes betonte er: „Ich freue mich sehr, dass sich unser Klinikverbund auf einem guten Weg befindet. In Zukunft werden wir gemeinsam weiter an einem patientenorientierten Medizinkonzept für die drei Standorte arbeiten. Nicht nur im Interesse einer wirtschaftlichen Stabilisierung der verschiedenen Klinikstandorte, sondern zu allererst zum Wohle der Patientinnen und Patienten und damit auch für modernere und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Campusentwicklung in Höchst mit dem Neubau als erstem großen Schritt werden diese Ziele nachhaltig stützen.“

Martin Menger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus, und Klinikgeschäftsführerin Dr. Dorothea Dreizehnter betonten: „Wir sind mit den Projekten und Konzepten der Zusammenarbeit über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg auf einem guten gemeinsamen Weg.“ Es konnten nicht nur erste vielversprechende Synergiepotenziale erzielt, sondern auch kluge Lösungen im Verbund der Kliniken entwickelt werden, die im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Neubaus stehen. Dazu gehören u.a. die gemeinsame Sterilgut- und Speisenversorgung sowie die Lagerlogistik. Mit Einführung der elektronischen Fieberkurve, der Anbindung von medizintechnischen Geräten an die Krankenhaussoftware sowie einer neuen Dokumentationssoftware in der Zentralsterilisation soll auch die Digitalisierung weiter voran getrieben werden. Ein Medizinkonzept zur Optimierung der Zusammenarbeit der drei Standorte des Verbundes wird bis Ende des Jahres vorliegen und aktuell gemeinsam mit den Chefärzten erarbeitet.

Über das Klinikum Frankfurt Höchst
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet.


Historie des Klinikums Frankfurt Höchst in Kürze
Alles begann 1858, als der Herzog von Nassau die Genehmigung erteilte, ein Handwerker- und Gesindehospi­tal zu errichten. Dies war nicht nur eine für die damalige Zeit herausragende soziale Tat, sondern Geburtsstunde zugleich. Mit nur vier Betten fand die Krankenherberge und damit Vorläuferin des heutigen Klinikums Frankfurt Höchst damals ihr Domizil in einer Höchster Mietwohnung. Durch die industrielle Entwicklung in Höchst entwickelte sich daraus ein Klinikum, das 1875 in die kommunale Trägerschaft überging.

  • 1902 gelang Dr. Paul Schwerin, Leitender Arzt des ehemaligen Städtischen Krankenhauses und Werksarzt der Farbwerke Hoechst, die erste Naht am verletzten rechten Vorhof des Herzens. Damit machte er das Krankenhaus über die Heimatgrenzen hinweg sogar international berühmt.
     
  • 1924 wurden die Chirurgische und Medizinische Klinik in separaten Häusern neu gebildet.
     
  • 1965 wurde der vierzehngeschossige Zentralbau fertig gestellt.
     
  • 1978 nahm die erste Geriatrische Tagesklinik in Deutschland hier ihre Arbeit auf.
     
  • 1986 konnten die Augenklinik sowie die Neurologische und Psychiatrische Klinik in einen großzügig ausgestatteten Neubau einziehen.
     
  • 1990 wurde der Erweiterungstrakt für die Zentrale Operationsabteilung und die Geburtshilfliche Abteilung in Betrieb genommen.
     
  • 2000 feierten die Städtischen Kliniken ihr 125-jähriges Bestehen in kommunaler Trägerschaft.
     
  • 2005 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes K mit Interdisziplinärer zentraler Notaufnahme, sechs weiteren OP-Sälen und interdisziplinärer Intensivtherapie-Station.
     
  • 2008 war ein besonderes Jubiläumsjahr für die Städtischen Kliniken Frankfurt am Main-Höchst, dessen Geburtsstunde sich zum 150. Mal jährte.
     
  • Zum 1.1.2010 wurde das Klinikum in eine gemeinnützige kommunale Gesellschaft überführt und heißt seitdem „Klinikum Frankfurt Höchst“.
     
  • Seit 2016 gehört das Klinikum Frankfurt Höchst zum kommunalen Klinikverbund Kliniken Frankfurt-Main-Taunus GmbH.
     
  • Ende 2019: Fertigstellung des Klinikneubaus und Inbetriebnahme


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