05.11.2018, Frankfurt am Main

Gallenblasenentfernungen: Klinik für Chirurgie erhält AOK-Gütesiegel

Gallenblasenentfernungen haben im Klinikum Frankfurt Höchst eine überdurchschnittliche Behandlungsqualität. Dies bestätigte kürzlich erneut die Qualitätsprüfung der AOK Hessen anhand der Messung von Routinedaten, die sich speziell auf einzelne Methoden konzentriert. Dabei erhält die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, das AOK-Gütesiegel bereits zum dritten Mal in Folge.

Das Qualitätssiegel ist ein Anhaltspunkt für Patienten, die auf der Suche nach einer geeigneten Klinik für, in diesem Fall, Gallenblasenentfernungen sind. Aber auch für die zuweisenden Haus- und Fachärzte ist das Qualitätssiegel eine wichtige Orientierung bei der Überweisung an Kollegen. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung werden in der sogenannten „Weißen Liste“ zur Verfügung gestellt. Patienten und Angehörige können die Behandlungs-qualität von Kliniken mit dem AOK-Krankenhausnavigator bundesweit im Internet unter www.aok-gesundheitsnavi.de vergleichen.

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie lässt sich seit 2008 regelmäßig in den unterschiedlichsten Bereichen zertifizieren und bietet seinen Patienten eine hohe Qualität in verschiedensten Bereichen der Chirurgie. Beispielweise werden im Leberzentrum, zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) e.V., sämtliche Verfahren der Leber- und Gallenwegschirurgie, der interventionellen Radiologie sowie der hepatologischen Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen und ihrer Komplikationen angeboten. Dabei zählt das Klinikum Frankfurt Höchst zu einer der ersten Kliniken überhaupt, die das Verfahren der minimal-invasiven laparoskopischen Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie) durchgeführt haben und seither eine exzellente Ergebnisqualität aufweisen. Voraussetzung ist, dass die minimal-invasive Chirurgie als integraler Bestandteil der Therapieoptionen am Leberzentrum etabliert ist. „Deutschlandweit wird die Gallenblase überwiegend laparoskopisch entfernt. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass bei besonders stark entzündeter Gallenblase im Akutstadium eine minimal-invasive Cholezystektomie nicht erzwungen werden darf, sondern dieses Verfahren bei Gefährdung des Patienten (z.B. bei einer Gallengangverletzung) abgebrochen werden sollte“, betont Prof. Schwarzbach. Statt des laparoskopischen Vorgehens wird dann das sogenannte konventionelle Verfahren durchgeführt, bei der die Gallenblase offen über einen kurzen Bauchschnitt entfernt wird. Damit können im Akutstadium einer Gallenblasenentzündung mit größtmöglicher Sicherheit Schäden am ableitenden Gallengangsystem vermieden werden.

Über den AOK-Krankenhausnavigator
Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die  Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen.

Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auch deshalb auf einer breiten Datengrundlage, weil die AOK Hessen rund 40 Prozent aller Krankenhaus-Patienten im Land versichert.

Über die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Die Klinik für Chirurgie verfügt über 81 stationäre sowie zusätzlich über ambulante Betten. Die stationären Betten sind auf vier Kernstationen verteilt. Durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie werden auf ihren verschiedenen Spezialgebieten sämtliche operative Verfahren im Gesamtgebiet der Chirurgie durchgeführt. Die Klinik für Chirurgie bietet eine große Ambulanz in der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA). Dort ist die Erstversorgung aller anfallenden Notfälle gewährleistet sowie die Sprechstunden untergebracht. In der eigenen Endoskopie werden alle heute gängigen spezialisierten Endoskopieverfahren auch mit den dazugehörigen interventionellen Methoden einschließlich der Notfallendoskopie mit Lasereinsatz durchgeführt. Ultraschalluntersuchungen einschließlich der Dopplertechnologie werden von den Chirurgen selbständig durchgeführt.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet.


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