08.11.2018, Frankfurt am Main

Hüftgelenkersatz: Klinik für Orthopädie erhält AOK-Gütesiegel

Der Hüftgelenkersatz in der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke hat eine überdurchschnittliche Behandlungsqualität. Dies bestätigte kürzlich die Qualitätsprüfung der AOK Hessen anhand der Messung von Routinedaten, die sich speziell auf einzelne Methoden konzentriert. Damit gehört die Klinik zu den 20 Prozent der Kliniken mit einer geringen Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Ereignisse.  

Das AOK-Gütesiegel ist ein Anhaltspunkt für Patienten, die auf der Suche nach einer geeigneten Klinik für, in diesem Fall, Hüftgelenkersatz sind. Aber auch für die zuweisenden Haus- und Fachärzte ist das Qualitätssiegel eine wichtige Orientierung bei der Überweisung an Kollegen. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung werden in der sogenannten „Weißen Liste“ zur Verfügung gestellt. Patienten und Angehörige können die Behandlungsqualität von Kliniken mit dem AOK-Krankenhausnavigator bundesweit im Internet unter www.aok-gesundheitsnavi.de vergleichen.

Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie besitzt auf dem Gebiet der künstlichen Gelenke eine jahrelange Erfahrung. Bei der Auswahl der Implantate wird stets auf höchste Qualität und Produktsicherheit geachtet. Gleichzeitig soll für jeden Patienten das individuell passendste Kunstgelenk Verwendung finden. Durch die kontinuierliche Anpassung der Prothesentypen an deren wissenschaftliche Bewährung wird so für jeden Patienten das „Maßprodukt“ vor der Operation ermittelt. Durch 3D-gestützte, digitale Bildgebung kann vor allem bei großen anatomischen Besonderheiten eine optimale Passform erzielt werden. In besonderen Situationen werden die Endoprothesen sogar für den Patienten hergestellt. „Erst die geschaffene schmerzfreie Beweglichkeit ermöglicht dauerhaft die Grundlage eines aktiven Lebens in Beruf und Freizeit. Daher ist die optimale, individuelle Versorgung für jeden Patienten auch ein Hauptschwerpunkt unserer Klinik“, unterstreicht Prof. Daecke.

Das Klinikum Frankfurt Höchst wurde bereits 2015 als eine von drei Kliniken der Region als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert und entspricht damit dem höchsten Qualitäts- und Versorgungsstandard in der Endoprothetik. Das kürzlich erfolgreich durchgeführte Überwachungsaudit durch die Zertifizierungsgesellschaft EndoCert – dem weltweit ersten Zertifizierungssystem in der Endoprothetik – bestätigte dies erneut. Zur kontinuierlichen Qualitätssicherung gehört die Klinik dem Deutschen Endoprothesenregister (EPRD) an.

Über den AOK-Krankenhausnavigator
Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen.

Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auch deshalb auf einer breiten Datengrundlage, weil die AOK Hessen rund 40 Prozent aller Krankenhaus-Patienten im Land versichert.

Über die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie bietet das gesamte Spektrum der modernen konservativen und operativen Therapie von Verletzungen und Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates an. Zur Diagnostik und Befundsicherung stehen fachübergreifend modernste bildgebende Verfahren zur Verfügung. Pro Jahr werden im Klinikum Frankfurt Höchst 1.800 Patienten operiert, darunter mehr als 500 Gelenkprothesen (über 250 Hüft- und 250 Kniegelenksprothesen) implantiert.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet.


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