07.03.2019, Frankfurt am Main

Selbsthilfegruppe der Bauchspeicheldrüsenerkrankten lädt am 18. März zum Regionaltreffen

Die Bauchspeicheldrüse ist ein wichtiger Lieferant von Verdauungsenzymen und zur Regulierung des Blutzuckerspiegels. In Deutschland erkranken jährlich ca. 13.000 Menschen an Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Die Behandlung dieser sehr komplexen und anspruchsvollen Krankheitsbilder erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gastroenterologen, Radiologen, Chirurgen, Onkologen sowie Psychoonkologen. Unter Federführung der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie (Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach) lädt die Selbsthilfegruppe der Bauchspeicheldrüsen-erkrankten (AdP) e.V. am Montag, 18. März 2019, Patienten, Angehörige und Interessierte zum nächsten Regionaltreffen ein. Los geht’s um 16 Uhr im Gemeinschaftsraum (Gebäude A, 2. OG) des Klinikums. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 06252 796890 oder per E-Mail an adp.berg@web.de.   

Im Rahmen des Regionaltreffens stehen folgende Experten des Klinikums für Fragen zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen bzw. Pankreaskrebs zur Verfügung und informieren über spezielle Angebote für Betroffene:

  • Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie und Leiter des DKG-zertifizierten Pankreaszentrums
     
  • Prof. Dr. med. Hendrik Manner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie und interventionelle Endoskopie, Diabetologie und Endokrinologie, Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin) und Stellv. Leiter des Pankreaszentrums
     
  • Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 (Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin) und Stellv. Leiter des DKG-zertifizierten Onkologischen Zentrums
     
  • Priv. Doz. Dr. med. Frank Bergmann, Chefarzt des Instituts für Pathologie
     
  • Dr. med. Felicitas Scholten, Leitende Oberärztin der Klinik für Innere Medizin 3
     
  • Dr. rer. nat. Melanie Ferschke, Ernährungswissenschaftlerin
     

Das Pankreaszentrum am Klinikum Frankfurt Höchst ist zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) sowie durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Pro Jahr werden hier über 70 Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse wegen bösartiger oder gutartiger Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Karzinom, Krebsvorstufen, akuter und chronischer Pankreatitis) durchgeführt. Alle Patienten werden gemeinsam mit den Gastroenterologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Anästhesisten und Pathologen in einer interdisziplinären Expertenkonferenz besprochen. Bei besonderem Bedarf des Betroffenen kommen auch die Psychoonkologen dazu. Mit Erfolg für den Patienten. Die Sterblichkeit der Operationen lag dabei unter zwei Prozent, also sogar sechs Prozent unter der von der DGAV vorgegebenen Mindestrate für eine Zertifizierung als Kompetenzzentrum.

Über den Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) e.V.
Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. ist eine Selbsthilfeorganisation für alle Patienten, bei denen eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vorliegt oder vermutet wird. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Tumor der Bauchspeicheldrüse (z.B. Pankreaskarzinom) oder um eine Entzündung (Pankreatitis) handeln. Besonders intensiv bemüht sich der Verein um Patienten, bei denen die Bauchspeicheldrüse wegen einer dieser Erkrankungen teilweise oder vollständig entfernt werden musste. Zweck des AdP e.V. ist die Förderung der Gesundheit und Rehabilitation von partiell und total Pankreatektomierten und nicht operierten Bauchspeicheldrüsenerkrankten unter besonderer Berücksichtigung der Krebspatienten und ihrer Angehörigen. Hans Berg, selbst Betroffener und Leiter der AdP-Regionalgruppe Bergstraße/Odenwald/ Darmstadt/Frankfurt, hatte 2011 gemeinsam mit Ärzten des Klinikums die regionale Selbsthilfegruppe Bauchspeicheldrüsenerkrankungen für den Frankfurter Raum gegründet. Die Gruppe trifft sich einmal pro Jahr am Klinikum.

Über das Onkologische Zentrum
Im durch die DKG zertifizierten Onkologischen Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst, unter Leitung von Prof. Dr. med. Volker Möbus, arbeiten Experten verschiedener Kliniken, Institute und auch externe Partner Hand in Hand, um für die Patienten ein ganzheitliches Versorgungsnetzwerk anzubieten. Herzstück des Onkologischen Zentrums stellen die interdisziplinären Tumorkonferenzen dar. Auf Grundlage aktueller Studienergebnisse, Leitlinien und modernster Therapieverfahren beraten Experten unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen über die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. Exzellentes ärztliches Können wird dabei durch onkologische Pflegeexpertise, psychoonkologische Betreuung, sozialrechtliche Beratung, Ernährungsberatung, Seelsorge und angebundene Selbsthilfegruppen in besonderem Maße komplettiert. Angeboten werden darüber hinaus Kunsttherapien, Kosmetik- und Sportkurse, die die teilnehmenden Patienten in der Bewältigung ihrer Erkrankung unterstützen. Ist eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich, erfolgt die palliative Versorgung auf der Palliativstation des Klinikums sowie in enger Zusammenarbeit mit den ambulanten Palliativdiensten und den Hospizen der Region.

Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums werden Patienten mit Darm-, Brust-, Pankreaskrebs und gynäkologischen Tumoren bereits seit langem in zertifizieren Organkrebszentren behandelt. Darüber hinaus besteht eine hohe Expertise in der Behandlung anderer Tumorentitäten wie z.B. Sarkomen, Prostatakarzinomen, Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs, neuroonkologischer und hämatoonkologischer Erkrankungen.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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