10.05.2019, Frankfurt am Main

Externer Berater beginnt Arbeit in Psychiatrie

Der erfahrene Psychiater und Psychotherapeut Dr. med. Hans-Joachim Kirschenbauer hat Ende April seine Tätigkeit als externer Berater der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie-Psychosomatik des Klinikums Frankfurt Höchst aufgenommen. 

In seiner Arbeit wird er nicht nur den Bericht des Team Wallraffs untersuchen. Ein wesentlicher Teil wird die generelle Analyse der Ist-Situation der Psychiatrie am Klinikum Frankfurt Höchst sein, u. a. mit Blick auf die therapeutischen Konzepte sowie die strukturelle, personelle und räumliche Situation. Auf Grundlage dieser Analyseergebnisse wird er Empfehlungen zu konkreten kurz- mittel- und langfristigen Verbesserungsmaßnahmen ausarbeiten.

Sämtliche relevanten Unterlagen wie Patientenakten, Dokumentationen etc. werden ihm seitens des Krankenhauses für seine Analyse bereitgestellt. Außerdem werden ihm die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

„Diese Arbeit wird einige Monate andauern. Wichtig ist uns dabei, dass wir nachhaltige Ergebnisse erzielen. Daher werden wir mit Herrn Dr. Kirschenbauer in den kommenden Wochen sehr eng zusammenarbeiten und überall dort, wo notwendig, umgehend Verbesserungen anstoßen und umsetzen“, erläutert Dr. med. Dorothea Dreizehnter, Geschäftsführerin des Klinikums Frankfurt Höchst: „Zudem wird er seine Ergebnisse und Berichte sowohl der Fachaufsicht des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration als auch dem Gesundheitsdezernat der Stadt Frankfurt für regelmäßige Gespräche zur Verfügung stellen.“

Erste Maßnahmen bereits ergriffen
Erste Maßnahmen, die sich aus der eigenen Analyse ergeben hatten, wurden vom Krankenhaus bereits in die Wege geleitet. So arbeitet die Klinik aktuell intensiv an einem neuen Konzept zur Patientenaufnahme und zum therapeutischen Angebot. Auch Mitarbeiterschulungen, z. B. im Bereich Deeskalation, und Angebote für Supervisionen werden ausgeweitet. Seit Längerem geplant und nun zügig umgesetzt wird die Einführung der Safewards-Interventionen, die das Stationsteam darin unterstützen Konfliktsituationen zu reduzieren. Auch räumlich stehen kurzfristig Veränderungen an. So wird es in einigen Wochen im D-Bau des Klinikum Frankfurts Höchst, in dem sich u. a. die Stationen der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik-Psychotherapie befinden, zu einer räumlichen Entzerrung kommen. Dann wird eine andere nicht-psychiatrische Station von eben jenem D-Bau in das Hauptgebäude ziehen und somit Raum für die psychiatrischen Stationen schaffen. Auch die Realisierung von Sanierungsmaßnahmen sowie eines Licht- und Farbkonzeptes sollen zügig vorangetrieben werden.

Zur Person Dr. med. Hans-Joachim Kirschenbauer
Dr. med. Kirschenbauer kennt als erfahrener Psychiater nicht nur die bundesweite Psychiatrie-Landschaft im Allgemeinen, sondern auch jene in Frankfurt im Besonderen. Sowohl für die Stadt als auch für das Klinikum Frankfurt Höchst hatte Dr. Kirschenbauer in der Vergangenheit gearbeitet. So war er in den 1990er Jahren als Assistenzarzt in der psychiatrischen Klinik des Klinikums Frankfurt Höchst angestellt. Anschließend arbeitete Kirschenbauer in der Nähe von Berlin und später in Bad  Neustadt a. d. Saale am Aufbau, der Konzipierung und Sanierung von Kliniken. Von 2000 bis 2011 baute er schließlich im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt die Abteilung Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Gesundheit im Alter auf. In dieser Zeit war er auch Psychiatriekoordinator der Stadt Frankfurt am Main. Seit 2011 wird Dr. Kirschenbauer von unterschiedlichen Institutionen regelmäßig als Berater angefragt.


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