08.07.2019, Frankfurt am Main

Staffelstabübergabe in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe: Prof. Möbus geht nach 19 Jahren in Ruhestand

Nach über 19 Jahren als Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Frankfurt Höchst verabschiedete sich Prof. Dr. med. Volker Möbus Ende Juni in den Ruhestand. Die Nachfolge hat zum 1. Juli Prof. Dr. med. Joachim Rom übernommen. Er war zuletzt leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsklinik Heidelberg.

„Mit Prof. Möbus verlässt ein Chefarzt unser Krankenhaus, dem es gelungen ist, seine Klinik und sein Team beständig weiterzuentwickeln. Besonders bemerkenswert ist, wie er den Spagat zwischen der Geburtshilfe und der gynäkologischen Onkologie gemeistert hat. Wir danken ihm für die herausragende Arbeit der vergangenen Jahre“, so Martin Menger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus, zu denen das Klinikum Frankfurt Höchst seit 2016 gehört.

Auch die Geschäftsführerin des Klinikums Frankfurt Höchst, Dr. Dorothea Dreizehnter, dankt Prof. Möbus für seine Leistung: „Die Fußstapfen von Prof. Möbus auszufüllen, wird sicherlich eine Herausforderung. Ich bin jedoch überzeugt, dass Prof. Rom mit seinem breiten Erfahrungsschatz und mit seinen Spezialisierungen dies hervorragend bewältigen wird. Prof. Möbus wünschen wir für seinen „Un“-Ruhestand alles Gute und vor allem Gesundheit.“ Eine offizielle Verabschiedung von Prof. Möbus und ein offizielles Willkommen wird es im Rahmen eines gynäkologischen Symposiums geben.

Prof. Möbus dankt neben der Geschäftsführung vor allem seinem ärztlichen Team, den Hebammen, allen Pflegekräften und den Kollegen aus den anderen Abteilungen sowie dem OP für die langjährige hervorragende Zusammenarbeit. Auch wenn ihm der Abschied aus dem Berufsleben nicht leicht fällt, ist er stolz und froh über seinen Nachfolger, Prof. Dr. med. Joachim Rom: „Mein Nachfolger ist mein absoluter Wunschkandidat, menschlich und medizinisch ein toller Mann.“ Er wisse seine Klinik und seine langjährigen Mitarbeiter in den allerbesten Händen und diesen Umstand sehr zu schätzen.

Zur Person Prof. Rom
Prof. Rom hat seine Ausbildung an der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg, an der er seit 2004 arbeitete, absolviert. Er hat große Erfahrung in der Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs und mit gynäkologischen Tumoren. Bei gutartigen Befunden ist für ihn der Organerhalt von besonderer Bedeutung. Die langjährige Erfahrung in der Geburtshilfe und in der Betreuung von Frauen mit Risikoschwangerschaften rundet sein Behandlungs-Spektrum ab.

In Heidelberg war Prof. Rom stellv. Leiter des Zentrums für  gynäkologische Krebserkrankungen und verschiedener Arbeitsgruppen wie der AG Onkologie, der AG Beckenboden, Senkungs- und Inkontinenzchirurgie sowie der AG Operative Endoskopie. Als leitender Oberarzt war er unter anderem für das Myom- und das Dysplasiezentrum zuständig. Seine wissenschaftliche Arbeit führte zu mehreren Publikationen in internationalen Fachzeitschriften. Die höchste Priorität hat für ihn die Betreuung und medizinische Versorgung aller Patientinnen auf höchstem Niveau.

Zur Person Prof. Möbus
Seinen Dienst in Frankfurt Höchst trat Prof. Möbus am 1. Mai 2000 an. Seit dieser Zeit erblickten hier über 40.000 Kinder das Licht der Welt. Prof. Möbus und seinem Team gelang es, die Frauenklinik Frankfurt Höchst als zweitgrößte Geburtsklinik in Hessen zu etablieren. Besonderes Merkmal der Klinik ist es heute, eine möglichst natürliche Geburt auch bei Hochrisiko-Schwangerschaften und -Geburten bei maximaler Sicherheit für Mutter und Kind zu ermöglichen. Gemeinsam mit der Kinderklinik ist die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) anerkannt.

Sein besonderes Augenmerk galt daneben der Versorgung von Frauen mit einer Krebserkrankung. Eine moderne, leitlinienorientierte und wissenschaftlich fundierte Versorgung seiner Patientinnen hatte für Prof. Möbus immer die höchste Priorität. So ist die die Klinik seit 2006 in Zusammenarbeit mit der Radiologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Markus Müller Schimpfle als eines der ersten in Frankfurt als EUSOMA Brustzentrum zertifiziert worden. 2011 folgte die Zertifizierung als Gynäkologisches Krebszentrum und 2012 als Brustkrebszentrum nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG).Diese Schritte waren zusammen mit der Etablierung des viszeralonkologischen Zentrums entscheidende Voraussetzungen für die erfolgreiche Anerkennung als Onkologisches Zentrum durch die DKG im Jahre 2018, dessen Leistungen zuletzt in einem Re-Audit im Juni 2019 erfolgreich bestätigt wurden.

Neben seiner klinischen Tätigkeit war Prof. Möbus zudem in allen Jahren Studienleiter zahlreicher national und international anerkannter Studien, insbesondere in der Behandlung des Mammakarzinomes.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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