27.09.2019, Frankfurt am Main

Jeder kann Leben retten: Aktionstag Wiederbelebung am 16. Oktober

Mit den Bee Gees Leben retten? Der Klassiker „Stayin` Alive“ der englischsprachigen Popgruppe aus den 70ern macht`s möglich. Wer im Rhythmus der Melodie „Ah, ha, ha, ha, stayin` alive, stayin` alive“ eine Herzdruckmassage ausübt und dabei 100 bis 120 Mal pro Minute kräftig drückt, kann helfen Leben zu retten. Im Rahmen der internationalen Woche der Wiederbelebung lädt das Klinikum Frankfurt Höchst Patienten, Angehörige und Interessierte am Mittwoch, 16. Oktober 2019, zum Aktionstag unter dem Motto „Jeder kann Leben retten: Ein Leben retten. 100 pro Reanimation.“ ein. Los geht’s um 16 Uhr im Gemeinschaftsraum (Gebäude A, 2. OG) des Klinikums. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 70.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Nach Rauchen und Alkohol immerhin die dritthäufigste Todesursache im Bundesgebiet. Hört das Herz auf zu pumpen, erhält das Gehirn keinen Sauerstoff mehr und beginnt bereits nach fünf Minuten Schaden zu nehmen. Ein lebensbedrohlicher Zustand für den Betroffenen, der schwerwiegende Folgen haben kann. „Erwachsene haben meist noch genug Sauerstoff im Blut, um mit einer Herzdruckmassage die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Dazu muss der Sauerstoff quasi per Hand durch den Ersthelfer ins Gehirn gepumpt werden“, erklärt Dr. med. Daniel Bock, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin 1 (Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie) am Klinikum Frankfurt Höchst. Viele Menschen haben jedoch Angst bei der Herzdruckmassage etwas falsch zu machen, dabei ist es eigentlich ganz einfach. „Mit beiden Händen kräftig mitten aufs Brustbein, in der Mitte des Brustkorbes drücken und das ohne Pause 100 bis 120 Mal pro Minute. Die Schultern der ausgestreckten Arme sollten sich dabei mittig über dem Druckpunkt befinden. Es ist immer besser aktiv zu werden, als nichts zu tun“, unterstreicht Kardiologe Dr. Bock.

Um die Bedeutung der Wiederbelebung und auch deren Hemmschwelle für potenzielle Helfer zu senken, informieren Kardiologen, Anästhesisten und Pflegekräfte des Klinikums am Aktionstag in einer Vortragsreihe. Im Mittelpunkt stehen u.a. die Themen Herzinfarkt, Wiederbelebung bei Erwachsenen und SOS – Notfälle bei Kindern. Anschließend sind alle Gäste zum Mitmachen eingeladen. Angeboten werden praktische Erste-Hilfe-Übungen für Erwachsene und Kinder an Puppen sowie praktische Übungen am Halbautomat Defibrillator, der an vielen öffentlichen Orten, wie zum Beispiel Schulen, Turnhallen oder Einkaufszentren hängt und dem medizinischen Laien automatisch Anweisungen zum richtigen Einsatz des Defibrillators für Laien gibt.

Mit Aktionstagen wie dem weltweiten Tag der Wiederbelebung engagiert sich das Klinikum Frankfurt Höchs als Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) e.V. aktiv für eine Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität sowie mehr Patientensicherheit in den Krankenhäusern. Damit werden die Patienten in den Mittelpunkt der Aktivitäten zur Qualitätsverbesserung gestellt.

Der „World Restart a Heart Day“ findet auf Initiative des Deutschen Rats für Wiederbelebung bundesweit zum zweiten Mal am 16. Oktober statt und soll das Bewusstsein der Bevölkerung für Herz-Kreislaufstillstände erhöhen. Ziel ist es, jährlich 10.000 Leben zusätzlich zu retten und bis zum Jahr 2020 eine Laienreanimationsquote von 50 Prozent zu erreichen. Mehr Informationen unter www.grc-org.de

Über das Klinikum
Die Klinik für Innere Medizin 1 Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie bietet das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsverfahren und Behandlungsmethoden für Herz- und Gefäßerkrankungen an. Hierbei stehen interventionelle, intensivmedizinische medikamentöse, aber auch innovative Therapiekonzepte zur Behandlung der koronaren Herzerkrankung, der Herzinsuffizienz, verschiedenster Herzrhythmusstörungen, angeborener und erworbener Herzfehler, Gefäßerkrankungen und weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund. Besonders hervorzuheben sind die Akut-Interventionen bei Patienten mit Herzinfarkt, die Katheter-Verfahren bei Herzrhythmusstörungen, sowie die interventionelle Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen, wie z.B. Herzklappenfehlern. Dabei werden modernste und besonders schonende medizinische Verfahren angewendet, insbesondere aus dem Bereich der minimalinvasiven Diagnostik und Therapie. Hinzu kommen Notfallstrukturen wie die zertifizierte Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit). Gerade für das Überleben und die Wiederherstellung eines stabilen Herz-Kreislauf-Systems von Patienten mit Herzstillstand ist eine schnelle und wirksame Versorgung entscheidend. Mit dem sogenannten Cardiac Arrest Center Region Frankfurt (CARF) bietet das Klinikum Frankfurt Höchst ein spezialisiertes Zentrum, das eine hohe Expertise in der Behandlung von Herzstillstand-Patienten aufweist.    

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten    kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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