04.11.2019, Frankfurt am Main

10. Frankfurter ColoProktologie Tag: Jubiläumskongress am 15./16.11.

Allein in Deutschland erkranken jährlich ca. 63.000 Menschen neu an einer Darmkrebserkrankung, mehr als 20.000 von ihnen versterben an deren Folgen. Auch bei gutartigen Darmerkrankungen haben viele Patienten bis zur endgültigen Diagnose schon einen langen Leidensweg hinter sich. Doch dies muss nicht sein. Im Fokus des 10. Frankfurter ColoProktologie Tages (FCPT) am Freitag, 15. November 2019, und Samstag, 16. November 2019, im Bildungs- und Kulturzentrum BiKuZ (Michael-Stumpf-Straße 2/Gebeschusstraße 6-19, 65929 Frankfurt am Main), steht neben der Verbesserung der Behandlungsqualität bei Erkrankungen rund um den Darm auch die nachhaltige Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit für die Betroffenen. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst, und Priv.-Doz. Dr. med. Thilo Schwandner, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zentrum für Koloproktologie der Asklepios Klinik Lich, sind Mediziner, Pflegekräfte sowie medizinisches Fachpersonal, die sich mit Erkrankungen rund um den Dick- oder Enddarm befassen, wieder herzlich eingeladen sich über den aktuellsten Stand der Diagnostik sowie Behandlung zu informieren und auszutauschen.

Auch der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose, unter dessen Schirmherr-schaft der 10. FCPT steht, gratuliert zum Jubiläum: „Ihnen ist es gelungen, über Jahre hinweg interdisziplinär einen Austausch über Darmerkrankungen und ihre Folgen auf höchstem fachlichen Niveau zu ermöglichen. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen langfristig die Qualität und damit die Patientensicherheit durch Informationsaustausch, Wissenstransfer und fachliche Netzwerkbildung zwischen den Krankenhäusern, den medizinischen Zentren und allen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen fördern.“ Da die Behandlung von gut- und bösartigen Darmerkrankungen neben fachlicher Expertise und einem funktionierenden Netzwerk an Spezialisten auch den regelmäßigen fachübergreifenden Austausch benötigt, welche Patienten von welcher Therapie profitieren, stehen beim diesjährigen Jubiläumskongress neben einem umfassenden Proktologie Update unter anderem die Themen interdisziplinärer Bauchschmerz, interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, kolorektale Onkologie sowie live OPs im Fokus. „Moderne chirurgische Vorgehen sowie moderne Antikörpertherapien bei Mast- und Enddarmerkrankungen ermöglichen auch in schwierigen Situationen entzündlicher Darmerkrankungen eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten“, betont Prof. Schwarzbach.

Die renommierten Experten des 10. FCPT kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Österreich, z.B. aus Bad Soden, Berlin, Essen, Frankfurt a.M., Hamburg, Kiel, Köln, Lich, Mannheim, München, Ravensburg, Rostock. Unter ihnen Prof. Dr. med. P. Kienle, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik Mannheim; Dr. med. I. Kronberger, Oberärztin der Klinik für Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Innsbruck; Prof. Dr. med. H. Manner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie und interventionelle Endoskopie); Dr. med. D. Mosch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Kliniken des Main-Taunus-Kreises Bad Soden; Dr. med. R. Ruppert, Chefarzt der Klinik für Proktologie und Chirurgie, Klinikum München-Neuperlach;  Priv. Doz. Dr. med. Th. Schwandner, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Zentrum für Koloproktologie, Asklepios Klinik Lich; Prof. Dr. med. M. Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Klinikum Frankfurt Höchst; Prof. Dr. med. M. Seelig, Chefarzt der Chirurgischen Klinik 1, Main-Taunus-Kliniken.

Die Zertifizierung der Veranstaltung durch die Landesärztekammer Hessen wurde beantragt. Die Teilnahmegebühr für die Tagung beträgt 50 EUR. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung telefonisch unter 069 3106-2498 oder per E-Mail an kongress@KlinikumFrankfurt.de

Über das Darmkrebszentrum, Leberzentrum, Pankreaszentrum (DKG, DGAV)
Das Darmkrebszentrum Frankfurt Höchst, unter Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, und Prof. Dr. med. Hendrik Manner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie und interventionelle Endoskopie, Diabetologie und Endokrinologie, Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin), ist mit dem Ziel gegründet worden, Patienten eine umfassende Diagnostik und Therapie durch eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen medizinischen Fach-richtungen zur Verfügung zu stellen. Im Zentrum arbeiten Chirurgen und Gastroenterologen in einem interdisziplinären Team mit Ärzten der Onkologie, Pathologie, Radiologie, Strahlen-therapie, Urologie etc. eng zusammen. Als unterstützende Therapieangebote stehen den Patienten die Experten der Stomatherapie, der Ernährungsberatung und des psychosozialen Dienstes (Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorge, Familieninformationszentrum Krebs) zur Seite. In wöchentlich stattfindenden prä- und postoperativen Fallkonferenzen werden im Team patientenindividuelle Behandlungskonzepte, basierend auf dem neuesten Stand der Forschung, abgestimmt.

Die Zentren sind Bestandteil des DKG-zertifizierten Onkologischen Zentrums Frankfurt Höchst und des Viszeralonkologischen Zentrums (Darmzentrum und Pankreaszentrum). Als Kompetenzzentrum für Lebererkrankungen und Bauchfellkrebserkrankungen sind wir auch durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) e.V. zertifiziert.

Über das Klinikum
Durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie werden auf ihren verschiedenen Spezialgebieten sämtliche operative Verfahren im Gesamtgebiet der Chirurgie durchgeführt.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet. 

Auszug aus dem Programm:

Freitag, 15. November 2019 | 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Interdisziplinärer Bauchschmerz – Von der CED bis zur Obstipation, Update Proktologie

  • Obstipation aus neurogastroenterologischer Sicht
  • Chirurgische Therapie der Obstipation: Wann operieren und wie?
  • CED: Update konservativ und operativ
  • Sinus Pilonidalis: Aktuelle Leitlinie
  • Komplikationsmanagement Proktologie: Fournier`sches Gangrän
  • Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation)


Samstag, 16. November 2019 | 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Update Fokus Anorektum und kolorektale Onkologie, interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, live OPs kolorektale Chirurgie

  • Update Kinderproktologie
  • Update AIN/Analkarzinom
  • Netze im Beckenboden: Quo vadis?
  • Festvortrag zum 10. FCPT „Quo vadis Viszeralchirurgie – Spannungsfeld zwischen Qualitätssicherung und Weiterbildung“
  • Strahlentherapie bei Rektumkarzinom
  • HIPEC Update
  • Endoskopische Resektionsmöglichkeiten
  • Leberresektion: Was ist möglich?
  • Brauchen wir Beckenbodenzentren?
  • Beckenboden aus gynäkologischer Sicht
  • Beckenboden radiologisch: Nur Vermessung?


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