27.11.2019, Frankfurt am Main

Verknallt an Silvester: Tag des brandverletzten Kindes am 11.12.

„Verknallt an Silvester!“ lautet das Motto des diesjährigen, zehnten Tages des brandverletzten Kindes, bei dem mit verschiedenen Aktionen auf die Unfallgefahren, ausgehend von Feuerwerkskörpern, hingewiesen werden soll, um Kinder vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen zu schützen und über Erste-Hilfe-Maßnahmen zu informieren. Auch das Verbrennungsteam der Klinik für Kinderchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst, unter Leitung von Chefärztin Dr. med. Alexandra Weltzien, das Sanitätshaus Pauli und der ASB Frankfurt beteiligen sich am Mittwoch, 11. Dezember 2019, wieder mit einem Informations-stand in der kinderchirurgischen Ambulanz (Gebäude A, EG) des Klinikums an dem bundes-weiten Aktionstag. Von 11 Uhr bis 15 Uhr können sich Interessierte kostenfrei beraten lassen.

Vor allem Jungs zwischen acht und 15 Jahren zählen zur Hauptrisikogruppe bei Unfällen mit Böllern und Raketen. Dabei kommt es sehr oft zu schweren Verletzungen der Hände, dem Gesicht sowie von Augen, Ohren und Genitalen. Die Folgen sind dramatisch, begleiten sie die Kinder und Jugendlichen doch ihr ganzes Leben. „Besonders die kindgerechte Betreuung durch unser Ärzte- und Pflegeteam liegt uns am Herzen. Denn auch wenn wir die Verletzung nicht rückgängig machen können, möchten wir zumindest den Kindern und ihren Eltern die Behandlung so wenig belastend wie möglich gestalten“, unterstreicht Oberarzt Dr. med. Jorge Weber vom Verbrennungsteam.

Das Verbrennungsteam der Kinderchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst besteht aus speziell geschulten Ärzten und Kinderkrankenschwestern. In der Nachbehandlung spielt ein spezialisiertes Sanitätshaus eine wichtige Rolle. Kompressionswäsche oder andere Hilfsmittel werden bei Bedarf in enger Zusammenarbeit angepasst und kontrolliert. Dadurch bietet die Klinik von der Notfallversorgung bis zur ambulanten oder ggf. stationären Versorgung alle modernen Verfahren an. Ein wichtiges Thema in der Verbrennungs-sprechstunde ist u.a. die Schmerzbehandlung. Hier findet die Narbenbeurteilung und ggf. die entsprechende Nachbehandlung unter Einbindung der Eltern statt. So bleiben die verletzten Kinder konstant in der Hand der Spezialisten.

Über den „Tag des brandverletzten Kindes“
Initiator und Ausrichter des bundesweiten Aktionstages der jährlich am 7. Dezember stattfindet, ist „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.“. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen. Mehr Informationen im Internet unter www.tag-des-brandverletzten-kindes.de

Über die Klinik für Kinderchirurgie
In der Klinik für Kinderchirurgie werden operativ zu versorgende Krankheiten von Früh-, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen durch speziell hierfür ausgebildete Chirurgen, die Kinderchirurgen, durchgeführt. Im Rahmen des Interdisziplinären pädiatrischen Zentrums erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendmedizin, Kinderurologie, Kinder- und Jugendgynäkologie sowie den Kliniken für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Neurochirurgie und dem Sozialpädiatrischen Zentrum. Die Kinderchirurgie bildet zusammen mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Geburtshilfe zudem eines der größten Perinatalzentren Hessens für die Betreuung von Risikogeburten einschließlich extrem kleiner Frühgeborener und Neugeborener mit schweren Fehlbildungen vor und nach der Geburt. Ziel ist eine kindgerechte, liebevolle und medizinisch umfassende Behandlung der kranken Kinder und Jugendlichen.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2020 errichtet.


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