Darmzentrum

Gutartige Darmerkrankungen und Erkrankungen des Beckenbodens

Divertikulitis:
Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Die Ursache ihrer Entstehung ist bis heute nicht restlich geklärt und weiterhin Gegenstand der Forschung.
Nicht jede Divertikulose muss medizinisch behandelt werden. Fehlen z.B. Entzündungszeichen, ist ein therapeutischer Eingriff nicht notwendig.
Eine ursächliche Behandlung steht aktuell nicht zur Verfügung.

Wenn die Divertikel sich entzünden, kommt es zu einer sogenannten Divertikulitis. Dies entsteht, wenn z.B. schwer verdauliche Nahrung Verletzungen der Divertikelwand hervorrufen, durch die sich eine bakterielle Infektione im Bindegewebe ausbreiten kann.

Die Diagnose wird durch die klinische Untersuchung, eine Erhöhung der Entzündungsparameter im Blut, sowie durch Ultraschall und Computertomografie gestellt.

Betrifft die Entzündung nur die Darmwand (ohne Darmwanddurchbruch) und handelt es sich um den ersten Schub der Erkrankung, kann eine Operation meistens durch Antibiotika und Nahrungskarenz umgangen werden. Handelt es sich jedoch um eine stärker ausgeprägte Entzündung mit Durchbruch der Darmwand, Bildung eines eitrigen Verhalts (Abszess), einer Bauchfellentzündung oder kehrt die Entzündung in Schüben immer wieder zurück, so ist in der Regel eine Operation notwendig.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen:
Zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gehören die Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Die Colitis ulcerosa ist bei Erkrankungsbeginn zumeist im Rektum angesiedelt, wobei die Entzündung von der innersten Schicht der Darmschleimhaut ausgeht. Der Morbus Crohn kann den gesamten Gastrointestinaltrakt von Mund bis Anus befallen, wobei die häufigste Lokalisation im Terminalen Ileum und Kolon zu finden sind und alle Schichten der Darmwand befallen sein können.

Die primäre Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist eine Domäne der konservativen Medizin. Sollten Sie an einer solchen Erkrankung leiden und eine chirurgische Therapie benötigen, beraten wir Sie gerne. Unser Motto dabei lautet: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Beckenbodeninsuffizienz und Mastdarmvorfall:
Die Beckenbodenschwäche ist eine häufige Erkrankung die jedoch meist unspezifische Beschwerden verursacht und deshalb häufig lange unerkannt bleibt. Frauen sind neunmal häufiger betroffen als Männer. Die Folgen können vielfältig sein und betreffen zumeist alle Kompartimente des Beckenbodens (Harnblase, Vagina und Gebärmutter bei der Frau, Mastdarm bei Männern).

Als zertifiziertes Kompetenzzentrum für Koloproktologie sind wir auf die Behandlung des Mastdarmvorfalls spezialisiert. Uns stehen sämtliche diagnostischen Möglichkeiten (Beckenbodengymnastik, Biofeedback, anale Manometrie mit Myografie, dynamisches MRT) zur Verfügung.

Sollte eine Operation notwendig sein, führen wir alle Arten der modernen Mastdarmvorfallkorrektur durch (STARR, Contour Transtar, OP nach Altemeyer, OP nach Rehn-Delorme, laparoskopische (Resektions-)Rektopexie, POPS-STARR).

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